HomeNewsMitgliedschaftÜber unsBeispieleThemenLinks
Tierversuche an Hunden

Tierversuche an Hunden - ein fact sheet

-          3102 Tierversuche mit Hunden gab es in der Schweiz im Jahr 2010.
Hierunter finden sich auch einige harmlose, wie Blutentnahmen. Es bleiben aber dennoch 278 Versuche mit mittelschwerem und 6 Versuche mit sehr schwerem Leiden für den Hund.

-          21315 Tierversuche an Hunden gab es in der EU im Jahr 2008.

-          72000 Tierversuche an Hunden gab es in den USA im Jahr 2007. 

-          Obwohl die 21315 Tierversuche in der EU im Jahr 2008 für wissenschaftliche Studien eingesetzt wurden, finden sich von diesen Hunden nur 800 in wissenschaftlichen Publikationen wieder, gemäss einer Untersuchung der Doerenkamp-Zbinden-Stiftung. Einige Publikationen können der Untersuchung entgangen sein durch Publikation in einer anderen Sprache als Englisch, einige fanden in Privatlabors statt. Dennoch zeigt die enorme Diskrepanz, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit viele Studien mit unerwünschten Resultaten nie publiziert wurden (siehe auch unsere Seite ‚Studienregister‘).

-          Eine Meinungsumfrage in der EU im Jahr 2010 ergab, dass
79% der Befragten Tierversuche nur für schwere und lebensbedrohliche Erkrankungen zulassen wollten,
84% der Befragten alle Tierversuche verbieten wollten, die den Tieren schweres Leid antun,
77% der Befragten Tierversuche mit Hunden ablehnen, wenn diese hierbei leiden.

-          Im Jahr 1965 stellte die mächtige amerikanische ‚Food an Drug Administration‘  FDA  das ‚two-species-paradigma‘ auf, das besagt, dass zur Sicherheit der Konsumenten Stoffe nebst an Nagetieren auch noch an einer zweiten Art getestet werden müssen.
Diese zweite Art (‚species‘) ist in aller Regel der Hund.
Diese Regelung wurde von vielen Organisationen wie der OECD übernommen und ist somit heute weltweiter, gesetzlich verankerter Standard.

43% der Nebenwirkungen können vorausgesagt werden, wenn man alleine an Ratten testet.
63% der Nebenwirkungen werden erkannt beim Test allein an der ‚second species‘, also meist Hunden oder Affen.
71% der Nebenwirkungen werden erfasst mit dieser Kombination von Tests an Nagern und der ‚second species‘, also meist dem Hund.
29% der Nebenwirkungen bleiben somit auch im kombinierten Tierversuch unentdeckt. (ALTEX Nov. 2011, und: Broadhead et al., 2000, Prospects for reducing and refining the use of dogs in the regulatory toxicity testing of pharmaceuticals, Hum Exp Toxicol 2000 19: 440)

-          Der Hund gilt als das ideale Versuchstier um Pestizide zu testen. Der klassische Versuchshund ist der Beagle, da er gutmütig, klein und handlich ist. Es werden aber auch Golden Retriever und andere Rassen verwendet.

-          Viele und schwer belastende Tests mit Hunden werden im Bereich der Giftigkeitstestung von Pestiziden durchgeführt. Der Nutzen dieser Tests ist aber massiv dadurch reduziert, dass die Firmen die Resultate ihrer Tests nicht publizieren müssen. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass Tests unnötig von anderen Firmen wiederholt werden und das Risiko für den Endanwender, dass er von unerwünschten Resultaten nie was erfährt (siehe wieder ‚Studienregister‘).