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Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle, wesentliche Entwicklungen und Neuigkeiten im Bereich Tierversuche.
Dadurch, dass diese Seite weit in die Vergangenheit zurückreicht (bis 2004!), ist sie auch eine Chronik des Tierversuchswesens.
Februar 2026
Nationalrat legt Gesetzesentwurf zur Förderung von Alternativmethoden vor
Die WBK-N, also die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur, hat am 23.1.2026 einen Entwurf für ein Gesetz vorgelegt, mit dem die Ressourcen und Anreize für Ersatzmethoden zu Tierversuchen gefördert werden sollen.
Auslöser war eine parlamentarische Initiative von Katja Christ, GLP, vom 18.3.2021 (!), in der dies verlangt wurde. Der Entwurf enthält Gesetzesvorschläge für die folgenden Themen: Definition von 3R, Verbesserung der Transparenz durch Veröffentlichung von nicht-technischen Projektzusammenfassungen, Verbesserung und Beschleunigung des Bewilligungsprozesses, eine Reorganisation der Tierversuchskommission.
Wir werden uns natürlich daran beteiligen.
Sobald unsere Vernehmlassungsantwort erstellt ist, werden wir die wesentlichsten Züge hier einfügen.
Februar 2026
6482 Beagles in Grossbritannien für Tierversuche zugelassen alleine im Jahr 2025
Gemäss Animal Free Research UK wurden 6482 Beagles im Jahr 2025 für Tierversuche freigegeben. Genauere Angaben zu diesen Versuchen sind derzeit nicht verfügbar.
Erschreckend ist jedoch die hohe Zahl an Hunden.
Erst recht, wenn man bedenkt, dass Grossbritannien mit seiner UK Roadmap zum Ausstieg aus Tierversuchen eine Vorreiterrolle beansprucht.
Februar 2026
EU-Verbot von Tierversuchen für Reinigungsmittel
Massgeblicher politischer Durchbruch für den Tierschutz und die ethisch fundierte Wissenschaft: die EU hat eine wegweisende Einigung erzielt, die den Einsatz von Tierversuchen bei der Entwicklung von Detergenzien und verwandten Reinigungsprodukten untersagt. Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein dar innerhalb der übergeordneten Bestrebungen, Tierversuche im Rahmen der EU-Chemikaliengesetzgebung sukzessive zu eliminieren.
Detergenzien und Tenside gehören zu den im Alltag am häufigsten verwendeten chemischen Erzeugnissen. Während die Sicherheit dieser Substanzen historisch bedingt mittels Tierversuchen evaluiert wurde, untersagt eine aktuelle Revision der Detergenzienverordnung den Einsatz von Tierversuchen für diese Produktkategorie mit Wirkung ab Mitte 2029. Gemäss den revidierten Bestimmungen dürfen zur Bewertung der Sicherheit von Detergenzien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausschliesslich wissenschaftlich validierte tierversuchsfreie Methoden herangezogen werden.
Über Jahrzehnte hinweg wurden Millionen von Tieren Versuchen unterzogen, die eine forcierte Exposition gegenüber Chemikalien beinhalteten – oft verbunden mit erheblichen Leiden und signifikanten Limitationen hinsichtlich der Voraussagekraft für den Menschen. Die neue Positionierung der EU reflektiert die wachsende Erkenntnis, dass wissenschaftlicher Fortschritt und ethische Standards konvergieren: Moderne tierversuchsfreie Prüfmethoden sind zunehmend in der Lage, reliable Sicherheitsdaten ohne Schadenseintritt an Organismen zu generieren.
Dieser politische Kurswechsel signalisiert das klare Engagement der EU für eine schrittweise Einstellung der Nutzung von Tieren zu Forschungs- und Prüfzwecken.
Quelle: News der Eurogroup for Animals
Januar 2026
Diskussionspapier der Kommission für Tierversuchsethik (KTVE)
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften hat ein Diskussionspapier der Kommission für Tierversuchsethik (KTVE) veröffentlicht.
Hierin enthalten sind viele unserer Forderungen an eine bessere Tierversuchskommission (welche derzeit 99% aller Tierversuche bewilligt..).
Es findet sich aber kein Plan darin, wie besser nach der Verfügbarkeit von versuchstierfreien Methoden gesucht werden kann und soll.
Mittlerweile ist bekannt, dass Forscher schon eine Reihe von Non-Animal-Methods (NAMs) kennen, aber eben nicht alle. Täglich kommen neue hinzu! Spezialisierte Zentren haben den weit besseren Überblick und können im Gespräch mit den Forschern oft ein modernes Verfahren finden, das keinen Tierversuch erfordert und das oft genauer ist.
Aus diesem Grunde sollte in der Schweiz ein Kompetenzzentrum für NAMs gegründet werden, in dem solche Forschungsprojekte besprochen werden können.
Möglich wäre dies beispielsweise im 3RCC (3R-Kompetenzzentrum).
Für diese ausgedehntere Beratung hat das 3RCC heute aber weder die Mittel noch das Personal.
Dies müsste geändert werden.
Januar 2026
US-Behörde E.P.A. bestätigt Ausstieg aus Tierversuchen bis 2035

Am 22.1.2026 bestätigt die Environmental Protection Agency E.P.A. der USA, dass sie bis 2035 zur Toxizitätsprüfung von Chemikalien keine Säugetiere mehr verwenden will.
Die Diskussion samt Statement von Prof. Thomas Hartung kann in der New York Times vom 22.1.2026 nachgelesen werden.
Januar 2026
Toxikologe stellt Aussagekraft von Tierversuchen in Frage und fordert Transparenz

Der erfahrene Toxikologe Dr. Jürg Zarn, Experte des Bundes und der UNO für Pflanzenschutzmittel, stellt in einem aufsehenerregenden Interview im Tages-Anzeiger vom 12.1.2026 die Zuverlässigkeit von Tierversuchen bei der Testung von Pflanzenschutzmitteln infrage.
Die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln kann mit den heutigen Methoden gemäss seiner langjährigen Erfahrung nicht als gegeben betrachtet werden.
Hierfür nennt er verschiedene Gründe:
- Fehlende Transparenz der Chemiefirmen. Zur Verfügung gestellt werden nur Auswertungen und keine Rohdaten, anhand derer man sich selbst ein Bild machen könnte.
- Diese fehlende Transparenz behindert auch die Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden.
- Geprüft wird ausschliesslich mit Tierversuchen, und im Gegensatz zu Arzneimitteln erfolgt auch später keine Beobachtung am Menschen.
- Da die Prüfsubstanzen bereits bei eng verwandten Tierstämmen variable Resultate liefern, ist eine Übertragung der Resultate auf den Menschen erst recht unzulässig.
- Die Firmen sind aufgrund der hohen Entwicklungskosten von 200 bis 300 Mio. Franken pro Substanz massiv an deren Vermarktung interessiert.
- Umgekehrt lassen sich spätere Nebenwirkungen auf Mensch oder Umwelt nur schwer auf die Substanz zurückführen, und dies oft erst nach Jahrzehnten.
- Eine Änderung der Situation ist erst zu erwarten, wenn Gesellschaft und Politik Transparenz einfordern.
Anmerkung unsererseits: Zur Pestizidtestung werden sehr oft Hunde eingesetzt. 2000 bis 5000 Hunde werden alleine in den USA pro JAHR für die Pestizidtestung eingesetzt.
Die Hunde fressen diese Gifte nicht freiwillig. Sie werden festgehalten, dann wird dem sich wehrenden und oft winselnden Tier eine Magensonde durch den Rachen in den Magen geschoben, über die das Pestizid verabreicht werden kann. Auf das Elend dieser vergifteten Hunde gehen wir an dieser Stelle nicht weiter ein. Wir verweisen aber auf unsere Seite 'Hundeversuche'.
Wir setzen uns dafür ein, dass schnellstmöglich von Tierversuchen auf human-basierte Gewebeproben von Leber, Niere, etc. sowie molekül-basierte Berechnung des Nebenwirkungsrisikos mit KI umgestellt wird.
Januar 2026
Petition zum Verbot des 'Verzweiflungstests' eingereicht
Beim 'Verzweiflungstest', besser bekannt unter dem englischen Begriff 'Forced Swim Test' FST, werden Mäuse oder Ratten in einem tiefen Glasbehälter ohne Ausstiegsmöglichkeit so lange schwimmen gelassen, bis sie aufgeben.
Der Test wird zur 'Messung' der antidepressiven Wirkung eines Medikaments angewandt, in der Meinung, dass depressive Mäuse früher aufgeben. Weiter wird er benutzt, um Mäuse zu stressen und dann Stressreaktionen z.B. in Blut und Hirn zu messen.
Man muss weder Arzt noch Forscher sein, um zu erahnen, dass eine vom Ertrinken bedrohte Maus kein gutes Modell für menschliche Depressionen ist. Dies wurde mittlerweile von vielen Wissenschaftlern anerkannt. Der Test ist extrem unzuverlässig, ergibt sehr variable Resultate, und die Verwendbarkeit als Mass für eine menschliche Depression wird heute stark angezweifelt.
Oft wird behauptet, man brauche den Test noch, da es kein besseres Tiermodell gibt. Das ist falsch. Ein dermassen unsicherer Test muss nicht ersetzt werden. Er kann ersatzlos gestrichen werden.
Viele Firmen haben beschlossen, den FST nicht mehr zu verwenden, darunter Roche, Pfizer, GSK, Sanofi, AstraZeneca, Abbvie, Bayer, Bristol Myers Squibb und andere.
Behörden raten aktiv davon ab, den Test noch zu verwenden und betonen, dass er für die Zulassung von Antidepressive nicht mehr behördlich vorgeschrieben ist, z.B. die European Medicines Agency. Von keiner nationalen oder internationalen Behörde wird er heutzutage verlangt.
In New South Wales, Australien, ist der Test seit 2024 verboten. Neuseeland lehnt Unterlagen ab, wenn sie den FST enthalten. In England steht das Verbot des FST bevor.
In der Schweiz wird er Test noch durchgeführt.
Die LSCV (Ligue Suisse Contre la Vivisection) hat viele Unterlagen hierzu zusammengestellt und eine Petition zum Verbot des FST gestartet.
Die Petition unterschreiben können Sie hier.
Eine ausführliche Recherche zum Thema finden Sie hier.
Die Recherche über die Situation in der Schweiz finden Sie hier.
Ein Interview mit der Wissenschaftlerin Emily Trunnell finden Sie hier.
Dezember 2025
9x Good News zum Thema Tierversuche 2025
- Am 10.4.2025 stellt die Food and Drug Administration FDA eine Roadmap vor zur ‘Stärkung des Gesundheitswesens’ durch den Ersatz von Tierversuchen mit 'more effective, human relevant methods' bei der Entwicklung von Medikamenten.
- Ebenfalls am 10.4.2025 gab die Environmental Protection Agency EPA der USA bekannt, dass sie aus Tierversuchen vollständig aussteigen will bis 2035.
- Am 29.4.2025 gab das NIH (National Institute of Health) die Gründung von ORIVA bekannt (Office of Research Innovation, Validation, and Application), 'a new initiative to expand innovative, human-based science while reducing animal use in research'.
"This human-based approach will accelerate innovation, improve healthcare outcomes". - Am 10. Juli 2025 gab das NIH (National Institute of Health) der USA bekannt, dass es zur Beschleunigung des Ausstiegs aus Tierversuchen nur noch Projekte fördern und finanzieren werde, welche tierversuchsfreie Methoden berücksichtigen. Reine Tierversuche werden nicht mehr gefördert.
- Im August 2025 werden in Kanada die Zustände in einem Hundeversuchslabor bekannt. Nach massiven Bürgerprotesten schliesst der Gouverneur Doug Ford dieses und andere Hunde- (und Katzen-) Versuchslabors und erarbeitet ein Gesetz zum Verbot von Tierversuchen an Hunden und Katzen.
- Im September 2025 hat der Ständerat zwar die Parlamentarische Initiative zur Erstellung einer Roadmap abgelehnt – bei genauem Lesen der Begründungen aber lediglich, weil er schlecht informiert war und von falschen Voraussetzungen ausging. Er meinte, die Initiative ziele auf einen raschen vollständigen Stop der Tierversuche, was nicht die Absicht der Initiative war. Weiter ging er von wirtschaftlichen Nachteilen durch die Initiative aus. Nicht erkannt hat er, dass dieser neue Wirtschafts- und Forschungszweig auf ein Volumen von 29.4 Billionen US-Dollar im Jahr 2030 geschätzt wird!
Sobald die Parlamentarier diese Tatsachen erkennen, werden auch sie einer neuen Roadmap mit Investition in diesen aufstrebenden Wirtschafts- und Forschungszweig zustimmen. - Am 11.11.2025 gelang es erstmals einem Land, einen umfassenden Plan zum Ausstieg aus Tierversuchen und Umstieg auf die neuen tierversuchsfreien Methoden (NAMs) zu erstellen: England publiziert die UK Roadmap.
Fördermittel in der Höhe von 75 Mio Pfund (78 Mio SFr.) werden vom Staat zur Verfügung gestellt. - Am 21.11.2025 meldet das CDC (Center for Disease Control) in den USA, dass alle Tierversuche an Affen auslaufen sollen. Dies betrifft etwa 200 Affen.
- Am 16.12.2025 anerkennt die EU-Kommission, dass innovative tierversuchsfreie Forschungsmethoden von überragender strategischer Bedeutung sind, priorisiert und besser finanziert werden sollen (EU Biotech Act).
Dezember 2025
Trotz vorhandener und anerkannter Alternativmethode werden weiter Tierversuche gemacht

Um Fieber erzeugende Substanzen in Injektionslösungen nachzuweisen, sogenannte Pyrogene, braucht es einen 'Pyrogentest'.
Für die Tierversuchsvariante dieses Pyrogentests werden noch heute Pfeilschwanzkrebse zu Hunderttausenden aus dem Meer gefischt und ohne Betäubung ihr blaues Blut verwendet (LAL-Test, Limulus-Amöbozyten-Test). Etwa ein Drittel der Tiere stirbt daran. Unsere Kolleg:innen aus Deutschland haben hierzu ein Youtube-Video produziert.
Auch Kaninchen hat man für den Pyrogentest verwendet. Der Kaninchentest wurde im Juli 2025 aus dem Europäischen Arzneibuch gestrichen, der LAL nicht.
Die ECEAE, bei der wir Mitglied sind (European Coalition to End Animal Experiments), hat eine Unterschriftensammlung durchgeführt. Am 12.12.2025 wurden die 33849 Unterschriften der Europäischen Arzneimittelbehörde übergeben. Massnahmen zur Umsetzung werden in Angriff genommen.
Dieses Beispiel zeigt auch, dass trotz vorhandener, tierversuchsfreier, international anerkannter Alternativmethode ein Tierversuch weiter legal ist und gemacht wird.
Inakzeptabel!
Dezember 2025
EU anerkennt innovative tierversuchsfreie Methoden als wichtige Projekte an, die finanziell gefördert werden müssen
Die Europäische Kommission hat am 16.12.2025 den EU Biotech Act ins Leben gerufen.
Das Gesetz anerkennt neue tierversuchsfreie Forschungsmethoden (NAMs) als strategische Projekte der Gesundheitsbiotechnologie.
Sie fordert eine Priorisierung der EU-Finanzierung für NAMs (New Approach Methodologies), neue Investitionsinstrumente wie den 'Health Biotech Investment Pilot' in Zusammenarbeit mit der European Investment Bank, sowie administrative und regulatorische Unterstützung.
Dies zur "Stärkung des Innovationsökosystems und zur Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit in der Biotechnologie".
Die folgende Grafik des 'EU Biotech Acts' zeigt, wie weit die EU mit Investitionen in diese Technologie der Zukunft hinterherhinkt:
Die Ärztinnen und Ärzte für Tierschutz in der Medizin weisen seit langem darauf hin, dass die Schweiz dabei ist, den Anschluss an diesen aufsteigenden Technologie- und Wirtschaftszweig zu verpassen. Die Investitionen der Schweiz sind minimal, siehe unsere Seite 'Fördergelder'.
Der Marktwert dieses aufstrebenden Wirtschafts- und Forschungszweigs der Alternativmethoden wird für 2030 auf 29.4 Billionen Dollar geschätzt!
Die Schweiz kann nur mithalten, wenn sie diesen aufstrebenden Wirtschaftsmarkt fördert wie andere Länder, siehe England mit der 'UK Roadmap'.
Siehe auch unseren Kommentar zum Ständeratsentscheid vom September 2025 zu einer Schweizer Roadmap weiter unten auf dieser 'News'-Seite und unsere allgemeine Seite Roadmap-TPI zum Umstieg von Tierversuchen auf innovativere Technologien.
Dezember 2025
Affenversuche sollen in den USA beim CDC beendet werden
In den USA wurde das weltberühmte Center for Disease Control and Prevention (CDC) von der Regierung angewiesen, alle ihre Affenversuche auslaufen zu lassen.
Die erste Meldung hierzu erschien am 21.11.2025 in der Zeitschrift 'Science' und wurde von vielen Medien aufgenommen, z.B. Physicians Committee for Responsible Medicine.
Dies betrifft Studien an etwa 200 Makaken.
Was mit diesen Tieren weiter geschieht war noch unklar. Da diese teils mit Krankheiten wie HIV infiziert wurden zu Studienzwecken, ist es nicht einfach, die Tiere in eine artgerechte Haltung mit anderen Tieren überzuführen.
Die Weisung ist im Einklang mit früheren Weisungen der Regierung, welche auch in anderen Bereichen schon wesentliche Schritte zum Ausstieg aus Tierversuchen unternommen hat, wie in der FDA (Food an Drug Administration) und dem NIH (National Institutes of Health).
Stattdessen werden neue, tierversuchsfreie Forschungsmethoden gefördert: NAMs (New Approach Methodologies).
Mehr zu den internationalen Bestrebungen, aus Tierversuchen auszusteigen und zu moderneren, tierversuchsfreien Methoden in der Forschung umzusteigen, finden Sie auf unserer Seite 'Roadmap'.
November 2025
Weltweit erste Roadmap zum Ausstieg aus Tierversuchen erschienen!
Englands Regierung hat am 11.11.2025 die erste umfassende und realistisch umsetzbare Roadmap zum Übergang zu versuchstierfreien Methoden vorgestellt.
Kleinere Roadmaps, um in bestimmten Fachbereichen Tierversuche durch moderne, human-basierte Forschungsmethoden zu ersetzen, gab es schon zuvor. Nicht jedoch einen umfassenden Plan, der von der Regierung getragen, gefördert und finanziert wird. Gemäss dem führenden Spezialisten auf diesem Gebiet, Prof. Thomas Hartung, Baltimore, ist die Roadmap so breit abgestützt mit Finanzierung, Sicherheitskontrollen für die neuen Methoden, Einbezug der vielen beteiligten Behörden und Organisationen, dass eine Umsetzung realistisch ist.
- England hat sich zum Ziel gesetzt, hiermit international die Führung auf dem Gebiet der neuen Methoden zu übernehmen, was es auch tut: 'Positioning the UK as a global leader in the regulation of alternative methods'.
- Fördermittel in der Höhe von 75 Mio Pfund (78 Mio SFr.) werden vom Staat zur Verfügung gestellt. Zum Vergleich: das Schweizer 3RCC erhält pro Jahr etwa 3 Mio SFr.)
- Erwartet wird 'a host of economic and scientific impact', Wirtschaftliche Vorteile durch die aufkommende neue Technologie und mehr Sicherheit für die Patienten und die Umwelt. Zum Vergleich: Im September 2025 lehnte der Ständerat eine parl. Initiative für eine Roadmap in der Schweiz ab mit der Begründung 'Wir sollten den Forschungsplatz Schweiz nicht weiter behindern' (Andrea Gmür) und 'Die Entwicklungen in der Medizin werden verzögert' (Andrea Gmür).
Die Engländer haben sich weit tiefgründiger informiert und kamen zum gegenteiligen Schluss!
Der Marktwert dieses aufstrebenden Wirtschafts- und Forschungszweigs der Alternativmethoden wird für 2030 auf 29.4 Billionen Dollar geschätzt!
(‘...and the UK is well positioned to capitalise on this.’)
Die Schweiz definitiv nicht…
Lesen Sie auch unsere ausführlichere Bewertung der UK Roadmap und wie sie der Schweiz als Vorbild dienen könnte: hier.
Die Pressemitteilung der britischen Regierung finden Sie hier.
Die Roadmap der britischen Regierung im Original finden Sie hier.
Die Bewertung durch Prof. Thomas Hartung in der wissenschaftlichen Zeitschrift ALTEX finden Sie hier.
November 2025
Das Chemikalientest-Programm REACH einfach erklärt
November 2025
Für Straffreiheit schliesst die zweitgrösste Hundezucht der USA, Ridglan Wisconsin
Die zweitgrösste Zuchtstation für 'Tierversuchs-Hunde' schliesst per 1.7.2026: Ridglan Farms, Wisconsin.
Im Gegenzug wird sie vom Staat nicht juristisch belangt für Verletzungen des Tierschutzgesetzes.
2024 wurde Ridglan verklagt wegen Grausamkeit gegenüber den Tieren, wie Operationen ohne Anästhesie und durch nicht-qualifiziertes Personal, unbehandelte Wunden, sowie inakzeptable Hundehaltung in zu kleinen, kahlen Käfigen.
Die Zuchtanstalt Ridglan Farms, Wisconsin, hält etwa 2500 Hunde zum Verkauf, sowie weitere für eigene Experimente.
40'000 Hunde werden JEDES JAHR in den USA für Experimente verwendet.
2022 musste bereits die Hundezuchtstation von Envigo, Virginia, schliessen. Ebenfalls wegen Grausamkeiten gegenüber den Tieren, siehe unsere Seite 'Hundeversuche'.
Bleibt somit Marshall Farms, New York, der grösste Lieferant von 'Versuchshunden'. Marshall hält derzeit etwa 16'000 Hunde.
Die Tierversuchslobby, zB 'Americans for Medical Progress', befürchtet bereits Probleme in der 'supply chain'...
Durch den mangelnden Nachschub ist es möglich, dass auch auf Hundeversuche fixierte Forscher erkennen, dass es heutzutage Alternativen gibt.
So erfreulich es ist, dass Hunde freigelassen (und vermittelt) werden - so beschämed ist es, dass die Tierquälereien nicht juristisch aufgearbeitet und die Verantwortlichen bestraft werden.
Oktober 2025
Hundeversuche in Michigan, USA, in der Kritik
Die hochkarätige Organisation 'Physicians Committee for Responsible Medicine' führt derzeit eine Kampagne durch gegen jahrzehntelange Hundeversuche an der Wayne State University .
15 Millionen US-Dollar wurden laut PCRM für belastende, sinnlose Experimente an hunderten von Hunden durchgeführt.
Mit Click auf das obere Bild sind Sie direkt auf der Homepage.
Oktober 2025
Tierversuchsstatistik 2025 für 2024
Auf unserer Seite 'Tierversuchsstatistik' finden Sie neue Grafiken zur Tierversuchsstatistik 2025, welche die Zahlen von 2024 herausgibt.
Oktober 2025
USA gründen Zentrum zur Entwicklung von Organoiden
Während die Schweiz weiterhin am status quo im Tierversuchswesen festhält, schreitet die Umstellung auf modernere Methoden unaufhaltsam und weltweit fort.
So gab am 25.9.2025 das NIH (National Institute of Health) in den USA bekannt, dass sie das landesweit erste Zentrum zur Entwicklung von Organoiden gründen.
Das Budget für die ersten 3 Jahre beträgt 87 Mio US-Dollar.
Es soll insbesondere Organoide standardisieren, die Reproduzierbarkeit verbessern und so die Abhängigkeit von Tierversuchen vermindern.
Oktober 2025
Hundeversuchskritik in anschaulicher Form in den sozialen Medien
Die kanadische Biochemikerin, Molekularbiologin und Philosophin Charu Chandrasekera hat auf der Social Media Plattform LinkedIn eine Serie zum Thema Tierversuche an Hunden gestartet. Sie zeichnet sich aus durch optisch hervorragende und leicht verständliche Grafiken und Illustrationen sowie viele wissenschaftliche Argumente gegen Hundeversuche. Die Serie heisst #GoodDogsBadScience.
September 2025
Kassensturz zum Thema Tierversuche
Die Sendung Kassensturz vom 23.9.2025 zeigte das Leiden von Kaninchen, die als 'Maschinen' zur Produktion von Antikörpern benutzt werden, und wie schlecht sie hierbei in einem Betrieb in Deutschland behandelt werden.
Der Beitrag zeigt uns:
- dass in sehr vielen Fällen die Antikörper auch chemisch, ohne Tierversuch, hergestellt werden könnten, nur dass sie dann teils teurer wären.
- dass viele dieser Tierversuche vermeidbar wären, wenn man die Hersteller zwingen könnte, auf diese somit klar verzichtbaren Tierversuche wirklich zu verzichten. Dies könnte juristisch erwirkt werden, müsste aber auf europäischer oder internationaler Ebene geschehen.
- dass Versuchstiere nicht selten schlecht behandelt werden; dies zeigt praktisch ausnahmslos jede neue Undercover-Recherche.
September 2025
Wie vor 125 Jahren...
Dies illustriert ein unterhaltsamer und lehrreicher Artikel von Professor Thomas Hartung, Johns Hopkins University, USA, mit dem Titel ‘Why animal-free science is the new automobil’, erschienen im NAM Journal.
Um 1900 wurde das Automobil verteufelt als gefährlich, unzuverlässig, kompliziert. Seine Qualitäten wurden von den Kritikern als Argumente von fehlgeleiteten Träumern dargestellt.
Heute geht es den modernen, humanbasierten, versuchstierfreien Methoden genau gleich: unsere Politiker zeigen im Jahr 2025 die gleiche Grundhaltung wie vor 125 Jahren: die Vorteile werden nicht erkannt, bezweifelt, oft ignoriert; die nicht uneigennützigen Meinungen und Vorurteile der Vertreter der alten Branche gerne übernommen.
So lehnt die Mehrheit des Ständerates, vertreten durch die Sprecherin Andrea Gmür, die Förderung des Überganges zu den innovativen Technologien der Zukunft mittels der Parlamentarischen Initiative von Maya Graf, ab. Es werden veraltete, nicht haltbare Aussagen gemacht:
- «Die Entwicklungen in der Medizin werden verzögert». Tatsächlich dürfen sie durch die Arbeit mit menschlichen Geweben gefördert werden.
- «um die Gesundheitskosten längerfristig vielleicht wieder einmal in den Griff zu bekommen». Tatsächlich sind Tierversuche teuer und es ist zu erwarten, dass die etablierten Alternativmethoden sicherer, schneller und billiger sein werden.
- «Wir sollten den Forschungsstandort Schweiz nicht weiter behindern». Genau diese Chance verpassen die Hochschulen, wenn sie nicht jetzt beschleunigt auf die sich weltweit durchsetzenden neuen innovativen Technologien umsteigen.
- «Bei den Tierversuchen mit dem höchsten Schweregrad möchte ich schon auch noch darauf hinweisen, dass es eine Expertenkommission gibt, die sich jeden Antrag anschaut.» Dieser unkritische Glaube an die gerechte Entscheidung einer Tierversuchskommission ist keinesfalls haltbar. Es ist völlig ausgeschlossen, dass die geringe Zahl an Mitglieder einer Tierversuchskommission den Überblick hat über das extrem umfangreiche, hoch spezialisierte Feld der Forschung. Schon gar nicht über die in den einzelnen Gebieten vorhandenen versuchstierfreien Methoden. Dass dies so ist, beweist die Tatsache, dass in der Schweiz 99% der Tierversuche von den Kommissionen bewilligt werden.
Wie würden Sie entscheiden: möchten Sie lieber, dass Ihre zukünftigen Medikamente bezüglich Leberverträglichkeit an Ratten und Hunden getestet werden oder lieber an menschlichem Lebergewebe?
September 2025
Schwer belastende Tierversuche nehmen zu - und das Parlament sieht keinen Handlungsbedarf!
In der neusten Tierversuchsstatistik vom 17.9.2025 wird eine ZUNAHME der schwerst belastenden Tierversuche im Jahr 2024 festgestellt.
Trotzdem beschloss der Ständerat am 19.9.2025, dass kein Handlungsbedarf im Bereich Tierversuche bestehe. Er lehnte die Parlamentarische Initiative 'Zukunftsfähige Forschung mit einem Plan für den Ausstieg aus belastenden Tierversuchen fördern' von Ständerätin Maya Graf ab. Es war die einzige Aktion innerhalb der Schweiz, die explizit auf eine Reduktion der Tierversuchszahlen zielte. Dies in einem Prozess mit Einbezug von allen Beteiligten, ohne radikal zu sein, ohne gleich alle Tierversuche abzulehnen.
Die Schweiz setzt weiterhin einzig auf das Prinzip 3R zur Verminderung der Tierversuche, obwohl dies seit Jahrzehnten nun verfolgt wird, OHNE relevante Reduktion der Tierversuchszahlen oder der Schweregrade.
Es besteht ganz klar kein politischer Wille, an der Situation im Tierversuchswesen etwas zu verändern. Man akzeptiert die aktuelle Situation.
Aus der Diskussion im Ständerat geht auch klar hervor, dass die Befürworter von Tierversuchen unverändert mit den Argumenten des letzten Jahrhunderts operieren.
Sie haben nicht mitbekommen, dass ein Tierversuch nur ein sehr schlechtes Krankheitsmodell abgibt und die heutigen humanbasierten Methoden mit menschlichen Zellen nicht nur ethisch korrekter, sondern auch medizinisch viel sinnvoller, sicherer, erfolgversprechender und kostengünstiger wären.
Die aktuelle Entwicklung hin zu human-basierten Methoden in den USA und Europa wird schlicht nicht wahrgenommen.
Fazit: In der Schweiz gibt es immer mehr schwer belastende Tierversuche und die Schweiz unternimmt nichts.
August 2025
Schockierende Bilder aus Tierversuchsanstalten - auch im Jahr 2025!
Grausame Tierversuche waren in vergangenen Zeiten?
Operative Handlungen an Tieren ohne Betäubung gibt es nicht mehr?
Die Versuchstiere werden in den Labors fachmännisch und respektvoll behandelt?
Alle Tierversuchsanstalten versichern uns ständig, dass ihre Versuche und die Tierhaltungen den höchsten Standards bezüglich Ethik und Tierschutz entsprechen.
Und regelmässig bringen Undercover-Recherchen die gleichen grausamen Bilder aus den Betrieben mit.
Aktuell sind es Bilder von Cruelty Free International, aus dem Tierversuchslabor Vivotecnia in Madrid, Spanien. Bekannt wurden sie unter dem Namen ‘Infiltrada en el Búnker’ (Undercover Inside the Bunker).
Die Bilder sind auch für uns, die wir über die Jahre viele ähnliche Bilder gesehen haben, schwer zu ertragen.
Falls Sie sich diese ersparen wollen, dann denken Sie bitte daran, dass die Realität der Grausamkeiten den Versuchstieren NICHT erspart bleibt.
Falls Sie doch sehen wollen, was auch heute noch Sache ist, hier der Link:
‘Infiltrada en el Búnker’ (Undercover Inside the Bunker)
August 2025
Wegweisender politischer Entscheid zu Hundeversuchen
Investigativjournalisten sind Hinweisen von Whistleblowern nachgegangen, wonach im Krankenhaus St. Joseph’s Health Care, London, Ontario, Canada, während vielen Jahren unzählige Hundeversuche in aller Heimlichkeit gemacht wurden. Der Bericht weist nach, dass während Jahrzehnten Hunderte Hunde jeweils nachts und von der Öffentlichkeit abgeschirmt in den. 6. Stock des Krankenhauses gebracht wurden. Den Welpen und Junghunden wurde dann mittels Abbinden eines Herzkranzgefässes ein Herzinfarkt ausgelöst, um danach mit Techniken wie MRI etc die Auswirkung auf das Herzgewebe zu erforschen.
Für die aktuell von den Journalisten beurteilten Projekte wurden seit 2020 insgesamt 225 Hunde bewilligt!
Weiter 500'000 Kanadische Dollar von Steuergeldern.
Der Abteilungsleiter Frank Prato führt Hundeversuche bereits seit den 80er Jahren durch. Man muss also davon ausgehen, dass Millionen von Dollars und Tausende Hunde alleine in diesem Institut 'ver(sch)wendet' wurden.
Aus ärztlicher Sicht sind diese Versuche völlig unhaltbar, da heute all die Fragen um die Auswirkungen von Herzinfarkten bereits beim Menschen mit MRIs, nuklearmedizinischen Methoden und Markern äussert detailliert dargestellt und untersucht werden, bis hin zum Metabolismus. Erst recht völlig unverständlich ist dann, dass man nicht nur beim Hund statt beim Patienten untersucht, sondern auch an Welpen Gefässbette untersuchen will, die in keiner Art und Weise den arteriosklerotischen Gefässbetten von älteren Patienten entsprechen. Die Versuche sind also nicht zu rechtfertigen.
Nach einem Sturm der Entrüstung in der Bevölkerung hat der Premier Doug Ford die Hundeversuche komplett gestoppt. Er zeigte sich empört über die Tierversuche. Er war so erbost, dass er eine Fahndung nach weiteren Hundelabors ankündigte, hier nachzulesen:
“A message if you are doing this with dogs or cats, I am going to catch you,”
Ford kündigte an, ein Gesetz zu erlassen, das die Nutzung von Hunden und Katzen für medizinische Tests verbietet.
August 2025
Update Hundeversuche

Unsere Seite Hundeversuche ist in den letzten Monaten 'organisch' gewachsen.
Zur besseren Übersicht haben wir diese nun überarbeitet, neu gegliedert und auch bebildert, mit einigen wenigen, nicht-verstörenden Bildern.
Der Leser soll aber doch zumindest einen auch optischen Einblick in Versuchslabors bekommen, da dies viel aussagekräftiger ist als manche langen Texte.
Juli 2025
Tele Z zum Thema Tierversuche
Am 25.7.2025 strahlte der TV-Sender Tele Z einen kleinen Beitrat zum Thema Tierversuche aus.
Zu den Aussagen von Prof. Thomas Lutz, Professor für Physiologie an der Universität Zürich, hätte es aus unserer Sicht noch viel zu sagen gegeben. So ist beispielsweise die Aussage, dass man ohne Tierversuche keine Tierärzte ausbilden kann, völlig unhaltbar - Humanmediziner werden ja auch ohne Menschenversuche ausgebildet!
Trotzdem konnten wir wenigstens 2 Statements unterbringen.
Juli 2025
Das NIH fördert keine reinen Tierversuche mehr
Am 10. Juli 2025 gab das NIH (National Institute of Health) der USA bekannt, dass es zur Beschleunigung des Ausstiegs aus Tierversuchen nur noch Projekte fördern und finanzieren werde, welche tierversuchsfreie Methoden berücksichtigen. Reine Tierversuche werden nicht mehr gefördert. Die Ankündigung im Original finden Sie hier.
Juni 2025
Auch das Militär denkt um
Auf Military.com | By Patricia Kime :
June 03, 2025 at 4:05pm ET
The Navy will end all research studies that involve testing on dogs and cats after an intense campaign by activists, influencers and congressional members.
Navy Secretary John Phelan announced last week that the service would halt the animal experiments and ordered a review of all medical research to ensure the studies align with ethical guidelines and "scientific necessity."
"Today, it gives me great pleasure to terminate all Department of the Navy's testing on cats and dogs, ending these inhumane practices and saving taxpayer dollars," Phelan said in a statement on the social media platform X.
Mai 2025
'Groundbraking step' in den USA
Durchbruch der tierversuchsfreien, humanbasierten Forschung im April 2025 in den USA
1. Am 10.4.2025 stellte der FDA (Food an Drug Administration) - Kommissar Martin A. Makary eine Roadmap vor, die vorsieht Tierversuche in der präklinischen Sicherheitsbewertung rasch zu reduzieren. Es gibt hierzu eine Presseerklärung und die eigentliche Roadmap. Die Tragweite dieser Roadmap und das Tempo sind wirklich beeindruckend!
2. Ebenfalls am 10.4.2025 gab die Environmental Protection Agency EPA der USA bekannt, dass sie aus Tierversuchen vollständig aussteigen will bis 2035. Das Ziel wurde vor einigen Monaten vorübergehend ausgesetzt, nun am 10.4.2025 aber wieder aufgenommen.
3. Am 29.4.2025 gab das NIH (National Institute of Health) die Gründung von ORIVA bekannt (Office of
Research Innovation, Validation, and Application), 'a new initiative to expand innovative, human-based science while reducing animal use in research'.
Ausführlicher finden Sie die Neuerungen auf unserer Seite 'Roadmap' und 'Hundeversuche'.
Aktienkurs von Tierversuchsfirmen stürzt ab
Wie ernst Tierversuchskonzerne diese Nachricht nehmen erkennen Sie am Aktienkurs! Kurssturz!
Mai 2025
Wer schwer krank wird WILL Tierversuche - wirklich?
Tierversuchsbefürworter behaupten immer wieder: 'Sobald jemand mal richtig krank wird WILL er Tierversuche'.
Diese Behauptung ist schlicht falsch.
In unserer Erfahrung als Ärzte hat nie ein einziger Patient sich in diese Richtung geäussert.
Es wäre auch faktisch falsch, da die bessere Wissenschaft mit menschlichen Geweben forscht wie Organoiden oder organs on a chip.
Gegen diese haltlose Behauptung, dass Patienten Tierversuche wollen, hat unsere Partnerorganisation Ärzte gegen Tierversuche nun eine Kampagne gestartet (Bild anklicken):
April 2025
Artikel über Hundeversuche bei NAU
Die Kampagne der Tierversuchslobby zur Aufrechterhaltung von Hundeversuchen wurde vom Online-Medium NAU aufgenommen. Ebenso einige unserer Gegenargumente.
Ausführlicher finden Sie diese auf unserer Seite 'Hundeversuche' und in unserer gemeinsamen Stellungnahme im Rahmen der ECEAE (European Coalition to End Animal Experiments).
April 2025
Keine Fortführung von Tierversuchen an Hunden!
Zusammen mit Pandora Pound und dem Team von Safermedicines haben wir für die European Coalition to End Animal Experiments ECEAE einen Artikel geschrieben, der die Behauptungen der Tierversuchslobby EARA (European Animal Research Association), dass Hundeversuche beibehalten werden müssen, entkräftet.
Die Übersicht finden Sie auf unserer Seite Hundeversuche.
Den Originalartikel auf Englisch finden Sie hier.
Eine Übersetzung auf Deutsch finden Sie hier.
Unsere Pressemitteilung finden Sie hier.
April 2025
Tierversuchslobby startet Kampagne zur Aufrechterhaltung von Tierversuchen an Hunden
Am 7. April 2025 lancierte die European Animal Research Association (EARA), ein europäischer Dachverband der Tierversuchsanhänger, eine Kampagne zur Rechtfertigung und Fortführung von Tierversuchen an Hunden. Diese Initiative steht im Widerspruch zu einer weltweiten Entwicklung, die auf eine Reduktion von Tierversuchen und deren Ersatz durch moderne, tierfreie Forschungsmethoden (z. B. NAMs – Non-Animal Methods) abzielt. Besonders für Tierarten wie Hunde und Primaten gibt es breite Bestrebungen, ihren Einsatz in der Forschung so rasch wie möglich zu beenden.
In der Bevölkerung ist insbesondere in der Schweiz und in Deutschland der Widerstand gegen Hundeversuche gross, wie folgende Meinungsumfragen zeigten:
In einer repräsentativen Umfrage in der Schweiz 2011 von den Ärztinnen und Ärzte für Tierschutz in der Medizin fanden sich folgende Ergebnisse:
- 70% aller Schweizer wollen keine Tierversuche an Hunden, um vielleicht Krankheiten bei Hunden besser behandeln zu können.
- 65% aller Schweizer wollen nicht mal Tierversuche an Hunden, um vielleicht Krankheiten des Menschen besser behandeln zu können.
- 79% aller Schweizer wollen keine belastenden Hundeversuche, um die Giftigkeit von Stoffen wie beispielsweise Pestiziden besser einschätzen zu können.
Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) hat 2009 eine repräsentative Umfrage in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Tschechischen Republik und Schweden durchgeführt:
77% in Europa und 79 % der Befragten in Deutschland sind dagegen oder überwiegend dagegen, dass Tierversuche erlaubt sind, die bei Hunden Schmerzen oder Leiden hervorrufen.
Auch die zentrale Argumente der EARA-Kampagne halten einer kritischen Prüfung nicht stand:
- Haltungsbedingungen und Aufsicht: EARA behauptet, die Hunde werden immer und überall perfekt gehalten und beaufsichtigt: hier zeigt leider jede Undercover-Recherche aufs Neue, dass dem leider nicht so ist, siehe Beispiele auf unserer Homepage aerztefuertierschutz.ch.
- Rehoming-Programme: diese finden nur extrem selten statt. Viele Hunde werden am Ende des Experiments getötet. Fast alle Hunde sind nicht sozialisiert und somit sehr schwer zu vermitteln.
- Hundeversuche für Hunde: Ohne Hundeversuche könne man auch für Hunde keine medizinischen Fortschritte machen oder diese behandeln: gegen Abklärungen und Forschung mit kranken Hunden sowie deren Therapie ist nichts auszusetzen!
- Forschungsstillstand ohne Hundeversuche: Auch das überholte Argument, die Forschung würde stillstehen, stimmt nicht: sie benutzt nur modernere Methoden wie NAMs (Non animal methods, zB Organ on a Chip etc.).
- Hundeversuche für Insulinpumpen: Insulinsysteme, die den Blutzucker messen und selbst Insulin abgeben, werden seit Jahrzehnten direkt am Menschen angewandt und können dort auch weiterentwickelt werden.
- Keine ‘Detection Dogs’ mehr möglich: Dass keine ‘Hundeversuche’ wie Schnüffelhunde mehr möglich sein sollen, die Krankheiten wie Blasenkrebs, Lungenkrebs oder Covid erschnüffeln, ist ebenfalls völlig falsch: dies ist für die Hunde keine Belastung und kein Tierversuch, sondern ein Spiel mit Belohnung!
Die EARA warnt die Bevölkerung davor sich von Tierfreunden in die Irre führen zu lassen – führt aber selbst in die Irre.
April 2025
Workshop on Transparency & Regulatory Animal Testing, Uni Zürich

März 2025
Was ist der Unterschied zwischen 3R und Evidence-Based Transition to Animal-Free Innovations (TPI)?
In diesem äusserst informativen und berührenden Youtube-Video der Antrittsvorlesung von Frau Professor Merel Ritskes-Hoitinga sehen Sie den Unterschied!
In der Schweiz wird noch weitestgehend auf das Prinzip Tierversuche und 3R gesetzt, erkennbar an den seit vielen Jahren nicht sinkenden Tierversuchszahlen.
Die vielen wissenschaftlichen Beweise für ihre Unzulänglichkeit werden marginalisiert.
Forscher wie auch die Behörden in unseren Nachbarländern sind viele Schritte weiter.
Die Rede ist auf englisch, nach der Einführung finden sich ein paar Sätze auf holländisch, aber der Hauptvortrag beginnt bei Minute 10 und ist auf englisch. Sie werden diesen Vortrag nie mehr vergessen!
Insbesondere werden Sie aber auch verstehen, warum die Schweiz einen Lehrstuhl für TPI braucht!
März 2025
Pfeilschwanzkrebse als Blutlieferanten
Für diesen Tierversuch gibt es seit Jahren eine tierversuchsfreie Alternative.
Lesen Sie mehr und unterschreiben Sie die Petition bei unserer Partnerorganisation in Deutschland!
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/news/welttierschutztag-auch-fuer-die-vergessenen-tiere
März 2025
Strangulation von Ratten zur Erforschung von Gewalt an Frauen??
Australische Forscher wollen häusliche Gewalt an Frauen untersuchen. Hierzu 'erfinden' sie als Erste (was betont wird) einen Tierversuch mit wissenschaftlich genauen Schlägen gegen die Köpfe von Ratten, gefolgt von exakter Strangulation (genau 680 Gramm Gewicht an den Rattenhals, wissenschaftlich eben). Wenn die Mäuse drohen zu sterben, werden sie wiederbelebt mit Herzmassage. Blutwerte und Hirnveränderungen werden untersucht.
Gleichzeitig werden auch menschliche Patienten auf einer Notfallstation nach häuslicher Gewalt untersucht, mit Blutwerten.
Dieser Versuch ist gleich mehrfach skandalös.
Zum Thema Tierversuche aber lehrreich:
- Der Rattenversuch wird NIE einer menschlichen Patienten das geringste helfen!
- Blutwerte und Hirnfunktionen/MRI können direkt an den Patientinnen untersucht werden.
- Der Versuch wurde wie alle Tierversuche von allen Instanzen und Ethikkomitees bewilligt, was über den Wert dieser Komitees Bände spricht.
- Der Versuch wurde nicht nur bewilligt, er wurde auch mit Steuergeldern gefördert!
Wer jetzt denkt, dass nur im fernen Australien häusliche Gewalt mit Nagerversuchen erforscht wird, der täuscht sich leider: es gibt ähnliche Versuche auch in der Schweiz:
- 'Female vulnerability to the development of depression-like behavior in a rat model' lesen Sie hier. Er wurde nicht nur bewilligt, sondern vom Schweizerischen Nationalfonds auch noch mit Steuergeldern gefördert.
- 'Evidence for the biological roots in the transgenerational transmission of intimate partner violence' lesen Sie hier.
- Depressions'forschung' indem man Affenbabys in Angst versetzt haben wir bereits 2005 auf unserer Webseite beschrieben. Auch dieser Affenbabyversuch wurde vom Schweizerischen Nationalfonds mit Steuergeldern unterstützt (zwischen 330'000 und 700'000 SFr.)
Einen Artikel zu diesem Thema von der international bekannten Wissenschaftlerin Pandora Pound samt Literaturübersicht und Erwähnung der Schweizer Tierversuche finden Sie hier.
Den Originalartikel der Australier finden Sie hier.
Fazit: Die Funktionsweise der heutigen Tierversuchskommissionen und die Verteilung der Forschungsgelder ist ungenügend und muss dringend revidiert werden!
Februar 2025
Postulat 'Alternativen zu Tierversuchen: Forschungsstandort Schweiz stärken' vom Bundesrat abgelehnt
'Der Bundesrat wird beauftragt, zu prüfen und Bericht zu erstatten, welche Ansätze zur Förderung tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Ausland bereits angewendet werden und inwiefern sie sich im Sinne des erklärten Ziels der Verringerung von Tierversuchen des Bundesrats auch für den Schweizer Kontext eignen könnten.'
Dieses Postulat von mehreren Nationalräten aus verschiedenen Parteien wurde vom Bundesrat abgelehnt, siehe die genaue Begründung auf unserer Seite 'Parlament'.
Kommentar aus unserer Sicht:
Leider ist es die übliche Stellungnahme im Tierversuchsbereich: bei uns ist alles bestens und es besteht keinerlei Handlungsbedarf.
Dem ist aber nicht so:
- Die Anzahl Tierversuche ist NICHT am sinken, trotz 3R und den vom Bundesrat erwähnten Massnahmen
- Der Bund hat bisher KEINE Massnahmen ergriffen, um die Tierversuchszahlen WIRKUNGSVOLL zu senken, die über das Prinzip 3R hinausgehen. Und auch das erwähnte Nationalfondsprojekt NFP 79 beschränkt sich rein auf 3R. Es gibt keinen Phase-out-plan, keine Roadmap, nichtmal Vorarbeiten hierzu.
- Während andere Länder wie Holland, aber auch viele andere Länder, mit diesen aufwändigen Arbeiten begonnen haben, wartet die Schweiz erstmal ab, mindestens bis 2027, und überlegt dann mal weiter.
- In dieser Zeit leiden und sterben zehntausende Versuchstiere in unseren Labors, die man bei entschlossenerem Vorgehen hätte verschonen können!
Februar 2025
Wie moderne Forschung aussieht
Wie moderne Forschung aussieht, zeigt exemplarisch die Firma Cherry Biotech, einerseits auf der Homepage von Cherry Biotech, andererseits mit einem sehr anschaulichen, einfachen Buch mit vielen Bildern und Illustrationen, das man als pdf herunterladen kann.
(Anmerkung: wir haben keinerlei Verbindung zu Cherry Biotech, auch keine finanzielle)
Februar 2025
Tierversuche an Hunden - Mini-Video für social media
Februar 2025
Juristen und Ethiker fordern mehr Transparenz im Tierversuchswesen
Lüthi, N.; Rodriguez Perez, C.; Persson, K.; Elger, B.S.; Shaw, D.: Toward Transparency on Animal Experimentation in Switzerland: Seven Recommendations for the Provision of Public Information in Swiss Law. Animals 2024, 14, 2154. https://doi.org/10.3390/ani14152154
In dieser interdisziplinären Studie aus der Schweiz kommen die Autor*innen zum Schluss, dass die Behörden verpflichtet sind, Tierversuche, die im Namen der Öffentlichkeit durchgeführt wurden, offenzulegen. Sie fordern eine Gesetzesanpassung für mehr Transparenz mit 7 Punkten:
1. Offenlegung des Schicksals des Versuchstiers am Ende des Versuchs.
2. Herkunft der Forschungsgelder eines Versuchs.
3. Offenlegung der Güterabwägung durch die Forscher selbst und die Ethik-Komitees/Tierversuchskommissionen.
4. Offenlegung Anzahl gezüchteter und auch nicht verwendeter Tiere.
5. Schicksal der gezüchteten/nicht gebrauchten Tiere.
6. Belastung der Versuchstiere durch die Tierhaltung
7. Offenlegung der Finanzierung des Tierhaltungsbetriebs
Diese Angaben sollten der Öffentlichkeit in Form eines internetbasierten Studienregisters zur Verfügung gestellt werden, so wie es bei Studien im Humanbereich seit vielen Jahren selbstverständlich ist.
Eine auf diese Art verbesserte Transparenz würde die Standards im Tierversuchswesen verbessern, den Übergang zu tierversuchsfreien modernen Forschungsmethoden beschleunigen, aber auch das Vertrauen der Bevölkerung in die Forschung fördern.
Februar 2025
Millionen Versuchstiere für Giftigkeitsprüfungen bei REACH
Die äusserst detaillierte und umfangreiche Studie von Katerina Stoykova, Juristen an der Universität Zürich, gibt einen präzisen Einblick in die Funktionsweise von REACH, mit vielen Verweisen auf die ungenügende Ausschöpfung der neuen tierversuchsfreien Forschungsmethoden (NAMs) und den Gründen hierfür.
Es wird klar, dass ohne Umstieg am NAMs noch Millionen weitere Versuchstiere für Giftigkeitsprüfungen werden leiden und sterben müssen. Bei der Unzuverlässigkeit von Tierversuchen in toxikologischen Fragen und den vorhandenen, exponentiell aufkommenden moderneren Forschungsmethoden ist es unhaltbar weiterhin mit dem veralteten Tierversuchsmodell Risikoabschätzungen durchzuführen unter Inkaufnahme der Leiden von Millionen von Versuchstieren.
K Stoykova, Towards Non-Animal Testing in European Regulatory Toxicology: An Introduction to the REACH Framework and Challenges in Implementing the 3Rs. European Journal of Risk Regulation. https://doi.org/10.1017/err.2025.1
Siehe auch unsere Seite REACH
Februar 2025
Studie zur fragwürdigen Bewilligungsrate von 99% in den Tierversuchskommissionen
Azilagbetor, D.M.; Shaw, D.; Elger, B.S. Animal Research Regulation: Improving Decision-Making and Adopting a Transparent System to Address Concerns around Approval Rate of Experiments. Animals 2024, 14, 846. https://doi.org/10.3390/ani14060846:
Diese Studie der Uni Basel diskutiert die äusserst fragwürdige Tatsache, dass 99% der Tierversuche von den Tierversuchskommissionen bewilligt werden, in der Schweiz wie auch in vielen anderen europäischen Ländern. Diese Bewilligungsraten erregen naturgemäss grösstes Misstrauen in die Bewilligungspraxis der Tierversuchskommissionen.
Die Studie fordert zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit der Tierversuchskommissionen deshalb verschiedene Massnahmen, vor allem aber Transparenz gegenüber der Oeffentlichkeit bis hin zur Veröffentlichung der Versuchsresultate und der Güterabwägung auf einer Online-Plattform.
Wieviele und welche Tierversuche erlaubt sein sollen bestimmt die Gesellschaft. Sie kann dies aber nur entscheiden, wenn sie offen informiert wird, was heute nicht der Fall ist. Auch in der öffentlichen Tierversuchsstatistik des Bundes finden sich weder einzelne Versuche, Ergebnisse und schon gar nicht die streng geheime Güterabwägung der Tierversuchskommission. Die Kommissionsmitglieder sind im Gegenteil sogar per Gesetz zu absolutem Stillschweigen über die Tierversuche verpflichtet, unter Strafandrohung!
Das muss sich ändern!
Januar 2025
Versagen von Tierversuchen bei der Entwicklung von MS-Medikamenten
Eine neue, bahnbrechende Studie zeigt auf, dass Tierversuche bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Multiple Sklerose (MS) versagen. Sie wurde durchgeführt in renommierten Kliniken aus der Schweiz und den USA und veröffentlicht im angesehenen Fachjournal The Lancet.
Die Studie bestätigt erhebliche Zweifel an der Unerlässlichkeit von heutigen Tierversuchen.
Erschütternde Ergebnisse der Studie:
1. Kein Nutzen für MS-Patienten – Die Tierversuche hatten keinerlei Einfluss auf die tatsächliche Wirksamkeit der Medikamente bei MS-Patienten.
2. Hohe Anzahl an Tierversuchen – Insgesamt wurden 497 Tierversuchsstudien mit 30.000 Tieren durchgeführt – ohne nachweisbaren Nutzen.
3. Unnötige Versuche NACH klinischer Anwendung – 91 % der Tierversuche fanden erst statt, nachdem das Medikament bereits an Patienten getestet wurde. Diese Versuche waren also nicht erforderlich für die Medikamentenentwicklung.
4. Experimente NACH der Marktzulassung – 91 % der Tierversuche wurden sogar durchgeführt, NACHDEM das Medikament bereits offiziell zugelassen war. Sie waren somit nicht für die Zulassung erforderlich.
Die Autoren schreiben selbst, dass diese Studie ernsthafte ethische Fragen aufwirft zur Anzahl verwendeter Versuchstiere in einer potentiell nicht-informativen Forschung.
Diese Untersuchung ist besonders bemerkenswert, da sie von Forschungszentren stammt, die selbst Tierversuche durchführen (Clinical Neuroscience Zürich, National Institute of Neurological Disorders and Stroke, Bethesda, MD, USA).
Dies ist nicht die erste Studie mit solchen Ergebnissen.
Seit über 25 Jahren zeigen wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder, dass Tierversuche in der Medikamentenentwicklung oft keine zuverlässigen Ergebnisse liefern. Eine Sammlung dieser Studien finden Sie auf unserer Webseite unter "Studien zum Nutzen von Tierversuchen".
Januar 2025
Tierversuche im Parlament
Neu haben wir eine eigene Webseite, welche Sie darüber informiert, was für Aktivitäten im Schweizer Parlament derzeit stattfinden zum Thema Tierversuche.

Ende Dezember 2024 wurden gleich 3 Vorstösse betreffend Tierversuche eingereicht (Meret Schneider, NR Grüne).
In 2 der 3 Vorstösse verweist sie auf unser Projekt für einen Lehrstuhl für einen evidenzbasierten Übergang zu tierversuchsfreier Innovation. Bisher gibt es einen solchen Lehrstuhl lediglich in Holland, Inhaberin Frau Prof. Merel Ritskes-Hoitinga.
Dezember 2024
Ausblick auf das Vereinsjahr 2025
Was wir für 2025 vorhaben:
- Wir versuchen für die Bevölkerung sichtbarer zu werden. Dies durch Soziale Medien:
- Bei Facebook haben wir eine Seite (https://www.facebook.com/aerztefuertierschutz/), die neu mehrmals monatlich mit einem Beitrag versorgt wird. Instagram erweist sich als zu bildlastig, ebenso X und Tiktok, weshalb wir uns hier noch zurückhalten.
- Ein Hauptprojekt sollte folgendes werden: ein Lehrstuhl für evidenzbasierte Transition zu tierversuchsfreien, modernen Methoden. Unser leider verstorbene Co-Präsident PD Dr. med. vet. Franz Gruber hat mit der Stiftung Doerenkamp-Zbinden bereits mehrere Lehrstühle weltweit gegründet. Wir hoffen, dass es in Zusammenarbeit mit der aktuellen Doerenkamp-Stiftung möglich wird, einen solchen Lehrstuhl zu etablieren.
- Auf politischer Ebene ist die parlamentarische Initiative ‘Zukunftsfähige Forschung mit einem Plan für den Ausstieg aus belastenden Tierversuchen fördern’ von Maya Graf derzeit im Ständerat. Sie wurde im Juni 2024 eingereicht.
- Katja Christ hat die Parlamentarische Initiative 'Mehr Ressourcen und Anreize für die 3R-Forschung' schon im März 2021 eingereicht; sie ist immernoch im Nationalrat.
- Das Nationalfondsprojekt NFP 79 ist ein Programm um fachübergreifend 3R zu fördern – hat aber keinerlei Absicht den Ausstieg aus Tierversuchen zu fördern. Hier wäre es sinnvoll dazu beizutragen, dass die Meetings der verschiedenen ‘Beteiligten’ am Tierversuchsbetrieb (Firmen, Unis, Juristen, Philosophen, Tierschützer etc.) als multilaterale Veranstaltungen weitergeführt werden, auch nach Ende des NFP 79, nur eben ausgeweitet auf das Ziel eines Übergangs zu tierversuchsfreier Forschung.
- Weiter gehört es immernoch zu unserer Aufgabe zu zeigen, dass, entgegen den Aussagen der Tierversuchsbefürworter, auch heute noch fragwürdige Tierversuche stattfinden, auch in der Schweiz, und bedenklicherweise gar mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds!
(Beispiel: Borgognon, Neural mechanisms of choking under pressure, SNF Projekt-Nr 210986)
Dezember 2024
Rückblick auf das Vereinsjahr 2024
2024 war für unseren Verein ein äusserst aktives und auch erfolgreiches Jahr.
Was wir 2024 erreicht haben:
- Eine Neulancierung des Vereins, nachdem wir wegen Zeitmangel der Vorstandsmitglieder einige Jahre wenig aktiv waren. Wir sind wieder sichtbar, mit komplett überarbeiteter Homepage, sowohl seitens des Formats als auch des Inhalts. Von den zahllosen neuen Kontakten über das Jahr haben sich viele via Website über unseren Verein informiert.
- Anfang Jahr sind wir der Eurogroup for Animals beigetreten. Hiermit erhielten wir schlagartig Informationen aus erster Hand zum Stand der Arbeiten am grossen Projekt evidenzbasierter Übergang zu tierversuchsfreien Methoden (Roadmap/TPI) in den einzelnen Ländern, aber auch auf gesamteuropäischer Ebene. Durch unsere Mitgliedschaft in der Eurogroup konnten wir in der Zusammenarbeit mit den Tierschutzorganisationen innerhalb der Schweiz aktuelle Bestrebungen auf europäischer Ebene einbringen.
- Besonders bemerkenswert: einige Forscher äussern die Befürchtung, in wenigen Jahren ihre Tierversuche aufgeben zu müssen aufgrund der zunehmend erfolgreichen Arbeit der europäischen Tierschutz-Dachorganisationen wie Eurogroup – bestes Lob für unsere Eurogroup…!
- Seit Jahresende sind wir auch Mitglied der European Coalition to End Animal Experiments ECEAE.
Dezember 2024
Öffentlicher Druck wirkt!
Anhand von Publikationen aus tierversuchsfreundlichen Kreisen sieht man oft besonders deutlich, dass öffentlicher Druck durchaus wirkt.
So sieht man an der untenstehenden Einladung einer Organisation zur Förderung von Tierversuchen (EARA) die erfreulichen Sätze
'due to popular demand' und
'In a time where there is increased demand for greater transparency in animal research', weiter
'a step forward towards fostering openness'.
Erfreulich!
Untenstehend Ausschnitte des Originaltextes und Link:
EARA workshop on Non-Technical summaries NTS
Due to popular demand, the EARA training workshop on writing better Non-Technical Summaries (NTS) on animal research, is open again for bookings for all researchers, project managers, science communicators and animal welfare bodies.
Why this workshop? In a time where there is increased demand for greater transparency in animal research, EARA is championing the mission through comprehensive training sessions. These sessions intend to not only become a step forward towards fostering openness and ethical communication in biomedical research but also to meet legal obligations.
Dezember 2024
Lehrstuhl für evidenzbasierte Transition zu tierfreien Innovationen für die Schweiz
Es ist Zeit für einen Lehrstuhl in evidenzbasierter Transition zu tierfreien Innovationen für die Schweiz!
Es gibt in der Schweiz viele innovative Projekte in Industrie und Forschung, welche am Ersatz von Tierversuchen durch innovativere Methoden arbeiten. Sie haben auch viele Erfolge aufzuweisen!
Diese Spitzenforschung ist meist hoch spezialisiert.
Was es in der Schweiz aber nicht gibt, ist eine übergeordnete Institution, welche sich um den Umstieg auf innovative, tierfreie Methoden kümmert, ein sogenanntes TPI (Transition Program for Innovation). Weg von ethisch fragwürdigen und wissenschaftlich ungenauen Tierversuchen, hin zu modernen tierversuchsfreien, innovativen Forschungsmethoden.
Die neuen Methoden existieren. Bis heute reichen sie jedoch noch nicht aus, um alle Tierversuche zu ersetzen. Sie erhalten aber auch nur einen kleinen Bruchteil der Forschungsgelder, welche in Tierversuche fliessen.
Um diesen Umstieg zu beschleunigen braucht es eine koordinierte Förderung, in der Politik, aber auch an den Universitäten - denn an den Universitäten ist der Anstieg der Tierversuche weitaus am stärksten!
Spitzenforschung findet in diesem Bereich in Europa vor allem in Holland statt, an der Universität Utrecht, wo es auch einen 'Professor of Evidence-Based Transition to Animal-free Innovations' bereits gibt!
Wir evaluieren derzeit die Umsetzung dieses Projekts zusammen mit der Doerenkamp-Zbinden-Stiftung, die bereits mehrere Lehrstühle weltweit etabliert hat.
Wenn die Schweiz es schon verpasst hat, an der Spitze der Forschung zu sein in diesem Gebiet, dann wäre es spätestens jetzt Zeit mitzuhalten und ein TPI mit einem Lehrstuhl in der Schweiz einzuführen!
November 2024
Facebook und X
Neu posten wir alle News, die wir auf dieser Homepage-Seite bringen, auch auf Facebook.
Wenn Sie unsere Facebookseite
https://www.facebook.com/aerztefuertierschutz
abonnieren, erhalten Sie somit ohne immer hier nachzuschauen unsere News als 'Push'.
Die ganzen Hintergrundinformationen finden Sie jedoch weiterhin nur auf der Homepage.
November 2024
Wir sind neu Mitglied in der ECEAE!
Auf Einladung der ECEAE, der European Coalition to End Animal Experiments, sind wir dieser europäischen Dachorganisation für Tierversuchsfragen beigetreten und seit November 2024 stolzes Mitglied!
ECEAE ist auch beteiligt bei diesen Organisationen:
ECHA (European Chemicals Agency)
Member State Committee (MCS)National Contact Point (NCP) of the Member States on the
Directive 2010/63/EU
CARACAL - Competent Authorities for REACH and CLP (Classification, Labelling and Packaging of Substances)
EURL (European Union Reference Laboratories)
ECVAM (European Center for the Validation of Alternative Methods)
European Commission on a roadmap to phase out animal testing for the safety assessment of chemicals.

November 2024
Heile Welt beim Schweiz. Nationalfonds SNF - eben nicht
Praktisch gleichzeitig mit Lancierung der Volksinitiative 'Ja zur tierversuchsfreien Zukunft' am 11.11.2024 lancierten der Schweizerische Nationalfonds und Interpharma ihre Gegenkampagne, in der sie behaupten, dass im Tierversuchswesen der Schweiz alles zum besten bestellt ist, siehe 'SNF' und 'Interpharma'. Obwohl wir den Ausstieg über einen kontrollierten Übergang (Roadmap/TPI) in neue, humanbasierte Methoden (NAMs) bevorzugen, muss man die 'heile Welt' - Propaganda schon etwas korrigieren:
- ‘SNF-Projekte im Ausland .. nach mit der Schweiz vergleichbaren Standards‘: Der SNF fördert beispielsweise fragwürdige Primatenversuche in den USA und hat keinerlei Einfluss auf das dortige Bewilligungsverfahren (zB Borgognon, Neural mechanisms of choking under pressure, SNF Projekt-Nr 210986). Man nimmt an, dass der Tierschutzstandard in den USA gleich ist - ist er aber nicht, da sehr viel mehr Primatenversuche akzeptiert werden in den USA.
- ‘Jeder Versuch von einer Tierversuchskommission diskutiert’ – aber 99% bewilligt!
- ‘nur Projekte gemäss 3R’: trotz 3R sinken die Tierversuchszahlen und der Schweregrad seit 28 Jahren NICHT.
- ‘.. würde die Schweiz den Anschluss an internationale Forschung verlieren’: passiert schon, indem die EU, viele Mitgliedstaaten, die USA, sogar Brasilien, Programme entwickeln zum evidenzbasierten allmählichen Umstieg auf humanbasierte, tierversuchsfreie Forschung – währenddem die Schweiz bis heute ein solches nicht mal angedacht hat. Kein Wunder entstehen extremistische Abstimmungen.
November 2024
Inhalationsexperimente mit Beaglewelpen
Bei den vielen Diskussionen und Texten zum Thema Tierversuche neigt man dazu, hierin mit der Zeit ein akademisches Problem zu sehen.
Bilder aus Versuchsanstalten versuchen wir zu vermeiden, um Leser nicht abzuschrecken. Sie erinnern uns aber andererseits auch daran, dass es nicht um ein akademisches Problem, sondern wirklich leidende Tiere geht.
Wir verweisen hier nicht mal auf einen schwergradigen Tierversuch, sondern lediglich auf die Art, wie Beaglewelpen trainiert werden, damit sie sich an eine Maske gewöhnen, mit der sie später giftige Substanzen inhalieren müssen. Auf eine Beschreibung verzichten wir; jeder Hundehalter wird innert Sekunden erkennen, wie es den Hunden geht.
Das Material stammt von unseren Kolleginnen und Kollegen von Ärzte gegen Tierversuche in Deutschland.
November 2024
Sogar Brasilien beschliesst eine Roadmap und beansprucht die Führung in ethischer Wissenschaft

Im November 2024 beschliesst auch Brasilien eine Roadmap: "Brazil’s Senate has approved a new chemical management bill that restricts animal testing to a “last resort” and requires development of a strategic plan to fully transition away from animal use. These measures, if endorsed by Brazil’s president, will compel the adoption of modern, human-relevant science, benefiting citizens, the environment, and animals alike. “We commend the Government and Congress for their leadership in protecting animals used in chemical safety testing. By prioritizing animal-free methods, Brazil is positioning itself as a leader in ethical science and setting an example for other countries to follow” said Antoniana Ottoni, senior federal affairs specialist for Humane Society International in Brazil.
(Meldung von Comité scientific Pro Anima, France)
Nur die Schweiz hat weiterhin kein Ausstiegsprogramm aus Tierversuchen...
November 2024
Roadmap der EU im Bereich 'Chemicals' auf Kurs
Am 25.7.2023 teilte die EU-Kommission mit, dass sie einen neuen Fahrplan (Roadmap) auf den Weg bringen will, um letztlich zu einem tierversuchsfreien Regulierungssystem im Rahmen des Chemikalienrechts überzugehen.
Hierzu organisiert sie workshops.
Der 1. Workshop der Europäischen Kommission mit dem Titel «The Roadmap Towards Phasing Out Animal Testing for Chemical Safety Assessments» fand vom 11.-12.12.2023 in Brüssel statt.
Zur Vorbereitung des 2. Workshops organisierten Eurogroup for Animals und 4 weitere Tierschutzorganisationen ein Meeting (Roundtable) mit zahlreichen Interessenvertretern von Behörden, Akademien, Industrie, NGOs und anderen im Juni 2024. Deren Report finden Sie hier.
Der 2. Workshop der EU Kommission zur Roadmap towards phasing out animal testing for chemical safety assessment fand am 25.10.2024 in Brüssel statt. Ein ausführlicher Bericht wird noch erstellt.
Oktober 2024
Ausstiegsplan aus Tierversuchen - in der EU vorhanden, nicht so in der Schweiz!

Credits: Prof. Thomas Hartung, Johns Hopkins University
Lesen Sie unsere 2 neuen Seiten:
und
Wir zeigen Ihnen die Entwicklung des 3R-Prinzips in der Schweiz, aber auch dessen Ungenügen beim Versuch, die Tierversuchszahlen zu senken.
Die Schweiz zeigt bis heute (Stand Oktober 2024) jedoch keinerlei Neigung, dieses uralte Konzept aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts zumindest zu ergänzen durch einen Übergangsplan zu modernen, versuchstierfreien Methoden (Roadmap, Transition plan for Innovation TPI).
Andere Länder wie Holland, Deutschland, ja die EU Kommission selbst, haben diese längst fällige Modernisierung angepackt - die Schweiz nicht mal in ihrem Forschungsprojekt NFP 79.
Die Schweiz ist dabei, die Vorreiterrolle beim Ubergang zu den non-animal methods NAMs zu verpassen.
Oktober 2024
Bundesregierung startet Roadmap zur nachhaltigen Reduktion der Tierversuche

In einer Pressemitteilung schreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:
Die Bundesregierung will Tierversuche auf ein unerlässliches Mindestmaß beschränken und die Entwicklung von Alternativmethoden vorantreiben. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt dazu federführend einen strategischen Ansatz unter enger Einbindung von Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Tierschutzorganisationen sowie der fachlich betroffenen Bundesministerien.
Die Auftaktveranstaltung fand am 9.9.2024 in Berlin statt.
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wird der Prozess für die Erarbeitung der Strategie mit Teilnehmenden aus den Bereichen biomedizinische Grundlagenforschung, regulatorische Pharmakologie und Toxikologie sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung gestartet. Zu diesen Schwerpunktthemen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich im Nachgang intensiv mit der Erarbeitung von Konzepten für eine Reduktionsstrategie zu Tierversuchen auseinandersetzen. Geplant ist, im ersten Halbjahr 2025 ein finales Konzept für die Reduktionsstrategie vorzulegen.
Die Schweiz hat bis heute (Oktober 2024) kein derartiges Konzept!!
Oktober 2024
Recommendations for the EU roadmap to accelerate the transition towards phasing out animal testing for chemical safety assessments
Soeben ist eine erste Roadmap für den Ausstieg aus Tierversuchen für die Chemikalientestung (hier klicken) publiziert worden von der Eurogroup for Animals, der wir ebenfalls angehören.
Entscheidend ist, dass alle Beteiligten (Forscher, Industrie, Behörden, Tierschutzverbände) diese gemeinsam erarbeitet haben und es somit nicht einfach ein Wunschtraum einer Partei ist.
Im Bereich der Chemikalientestung wird es wahrscheinlich zuerst möglich sein, sich auf eine Roadmap zum Ausstieg aus tierversuchsbasierten Methoden zu einigen.

September 2024
Innovatives Darmmodell mit integrierten Immunzellen entwickelt vom Roche Institute of Human Biology IHB
Das innovative Darmmodell mit integrierten Immunzellen entwickelt vom Roche Institute of Human Biology IHB wurde in 'Nature' publiziert und gilt als ein Meilenstein bei der Entwicklung von weiteren NAM's (New approach methods oder Non animal methods).
Ein Klick auf das Bild aus der Publikation oder Nature führt Sie zur Originalpublikation.
September 2024
Was es braucht, damit die Versuchstierzahlen sinken
Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die Versuchstierzahlen weiter steigen und die Schweregrade gesamthaft zunehmen, möchten wir zeigen, wie dies zu ändern wäre.
Wir haben wir eine Zusammenstellung der notwendigen Schritte erstellt, die Sie HIER finden.

September 2024
Erneuter Anstieg der Tierversuchszahl wie auch des Schweregrades in der Tierversuchsstatistik 2023
Trotz jahrzehntelangem Versuch, die Tierversuchszahl wie auch den Schweregrad der Tierversuche zu verringern mit dem Prinzip 3R muss man auch bei der neusten Tierversuchsstatistik des Bundes erkennen, dass die Zahlen steigen statt sinken.
Warum dies so ist und was man dagegen unternehmen sollte lesen Sie in diesem Beitrag von uns.

Organoid, Credits Prof. Thomas Hartung, Johns Hopkins Unhiversity
August 2024
Recommendations for the EU roadmap to accelerate the transition towards phasing out animal testing for chemical safety assessments
In diesem spannenden Artikel zeigen Autoren aus Europa und den USA in 12 konkreten Punkten, wie der Ausstieg aus Tierversuchen für die Toxikologie beschleunigt werden kann - äusserst lesenswert und spannend.

August 2024
Neue Seite über 'NAMs'
Auf einer neuen Seite unter Themen werden wir laufend einige moderne humanbasierte Forschungsmethoden vorstellen, die längerfristig Tierversuche ersetzen werden, die sogenannten 'NAMs' (New Approach Methodologies).
Tierversuche sind eine Forschungsmethode aus den letzten Jahrhunderten.
Moderne Forschung im 21. Jahrhundert erfolgt zunehmend nicht mehr am Tier, meist auch nicht mehr an einzelnen Zellen oder Zellschichten, sondern an dreidimensionalen Zellverbänden aus verschiedenen Zellsorten eines Organs. Sie werden auch nicht mehr einfach in eine physiologische Lösung gelegt, sondern naturnahe durchströmt.
Damit Sie sich von dieser neuen Forschung ein Bild machen können, zeigen wir Ihnen hier ein paar Bilder:

Mikrophysiologisches System, 'Chip', Credit Wyss Institute at Harvard University
Hirnorganoid, Credit Prof. Thomas Hartung, Johns Hopkins University
August 2024
Mini-Lungen aus Zellkulturen statt Versuchstiere

Die Uni Basel meldet einen Forschungserfolg auf Basis von Organoiden, also Zellhaufen aus Gewebe, in diesem Fall menschlichem Lungengewebe, das sie zu einer Mini-Lunge züchten konnten und mittels derer sie an menschlichem Gewebe forschen konnten.
Die Originalpublikation auf der Homepage der Uni Basel finden Sie hier.
August 2024
Kaninchen für den Pyrogentest

Kaninchen werden standardmässig verwendet, um fiebererzeugende Stoffe, sog. Pyrogene' in Stoffen zu identifizieren.
Bereits vor 30 Jahren entwickelte und publizierte Prof. Thomas Hartung den 'Human Whole Blood Test', den er in der wissenschaftlichen Zeitschrift ALTEX publizierte.
Lesen Sie hierzu:
- Die Originalpublikation von Prof. Hartung
- Seine Schlussfolgerungen nach der schleppenden Umsetzung 20 Jahre nach seiner Erstpublikation
- Die ausführlicheren Angaben auf Deutsch bei unseren deutschen Kollegen 'Aerzte gegen Tierversuche'
Juli 2024
Fake News durch Tierversuchsbefürworter
Ein gutes Beispiel dafür, wie Tatsachen von Tierversuchsbefürwortern verdreht werden können, ist ein Newsletter der Tierversuchsallianz EARA vom 22.7.2024. Sie heben hervor, wie sich die Schweiz vehement für Tierversuche ausgesprochen habe:
Among the challenges that researchers have faced are questions about the value of animal research.
That challenge was emphatically answered in Switzerland in February 2022, when the general public
voted overwhelmingly in favour of the use of animals – by 79% to 21% – in a national referendum.
Nicht erwähnt wird die Tatsache, dass die Initiative vor allem abgelehnt wurde, da sie sehr radikal war und ein sofortiges Verbot für Tierversuche, 'Menschenversuche' und Handel mit tierversuchserprobten Waren erwirken wollte.
Mai 2024
Xenotransplantation
Mai 2024
Petition 'Forschung mit Zukunft'

Die Petition 'Forschung mit Zukunft' ist mit 40'000 Stimmen in Bern eingereicht worden.
Sie fordert den stufenweisen Ausstieg aus Tierversuchen ('Roadmap') sowie die Evaluation des Nutzens von Tierversuchen.
In der Pressemitteilung der sda (Schweizerischen Depeschenagentur), welche viele Zeitungen mit Text beliefert, wurde die Petition leider fälschlicherweise als weitere Tierversuchsverbotsinitiative dargestellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die radikale Tierversuchsverbotsinitiative am 13.2.2022 mit 79% Nein abgewiesen wurde.
Diese Pressemitteilung erkannte nicht, dass mit der neuen Petition 'Forschung mit Zukunft' nicht ein schlagartiger, radikaler Tierversuchsstop angestrebt wird, sondern eine allmähliche Umstellung der Forschung durch die Forscher selbst, hin zu tierversuchsfreien modernen Methoden.
Und hier ergab eine Meinungsumfrage der Eurogroup for animals in der Schweiz ganz im Gegenteil, dass 68% der Bevölkerung sich dafür aussprachen, dass die Schweizer Regierung sich einsetzt für eine Forschung ohne Tiere und bei diesem Prozess eine Führungsrolle übernimmt!!



Mai 2024
Exzellentes Portal für neue tierversuchsfreie Forschungsmethoden

Die französische Organisation Pro Anima stellt jeden Freitag die Neuigkeiten aus dem Bereich der neuesten tierversuchsfreien Methoden zusammen, in Englisch und Deutsch, mit äusserst interessanten Beiträgen.

April 2024
Funktionsweise der Tierversuchskommissionen unhaltbar gemäss führenden Juristen
Die auf Tierrecht spezialisierten Juristen Vanessa Gerritsen und Andreas Rüttimann von der Organisation 'Tier im Recht' haben in der wissenschaftlichen Zeitschrift 'Tierethik' zwei detaillierte Artikel zu schweizerischen Tierversuchskommissionen geschrieben.
Vanessa Gerritsen zeigt in ihrem Paper 'Der gesellschaftliche Nutzen von Tierversuchen' auf, dass die Funktionsweise der Tierversuchskommissionen in vielerlei Hinsicht mangelhaft ist. So erfolgt die Bewertung des Erkenntnisgewinns eines Tierversuchs häufig gestützt auf blosse Empfindung. "Dieser Zustand ist unhaltbar und bedarf einer dringenden Korrektur." Weiter: "Der apodiktischen Rechtsgrundlage zur Beurteilung von Tierversuchen steht die aktuelle Bewilligungspraxis entgegen, in deren Rahmen Gesuche für Tierversuche mit unklarem gesellschaftlichen Wert und daher von fragwürdiger instrumentaler und finaler Unerlässlichkeit routinemäßig bewilligt werden."
Andreas Rüttimann zeigt in seinem Artikel 'Problematische Aspekte der Zusammensetzung der kantonalen Tierversuchskommissionen' auf, dass mit der jetzigen Zusammensetzung der Tierversuchskommissionsmitglieder die Aufgabe einer ausgewogenen Beurteilung nicht zu erfüllen ist: "Entsprechend zusammengesetzte Kommissionen vermögen die vom Gesetzgeber an sie gerichteten Erwartungen somit
nicht zu erfüllen und sind zudem mit der verfassungsrechtlich garantierten prinzipiellen Gleichrangigkeit von Tierschutz- und Forschungsinteressen nicht zu vereinbaren."

April 2024
Interview mit einem der führenden Entwickler von Organs on a chip

Ein ausgezeichnetes Interview mit einem der führenden Entwickler von Organs-on-a-chip in der Zeitschrift "Sciences Enjeux Santé" lesen Sie hier.

April 2024
So sollte Forschung aussehen
In diesem Artikel, der in der Schweizerischen Ärztezeitung im April 2024 erschien, sehen wir, wie moderne Forschung aussehen sollte: Organchip statt Tiermodell.
März 2024
Absurdeste Tierversuche 2024
Welches sind die sinnlosesten Tierversuche des Jahres? Dieser Frage geht jedes Jahr unsere deutsche Schwestergesellschaft nach, die Ärzte gegen Tierversuche Deutschland. Die Ärzte gegen Tierversuche haben eine riesige Datenbank an Tierversuchen aufgearbeitet und auf Deutsch übersetzt. Sie ist frei im Internet zugänglich. Unter diesen wählen sie die 5 sinnlosesten aus und lassen ihre Mitglieder den aller sinnlosesten wählen. Die Beispiele sind sehr gut medial aufbereitet.
Wie auf ihrer Seite geschrieben sind dies jeweils gute Beispiele dafür, dass eben nicht nur unbedingt notwendige Tierversuche durchgeführt werde, übrigens auch in der Schweiz nicht!
März 2024
Weitere Verwendung des Forced Swim Test abgelehnt

Am 13.12.2023 hat das National Health and Medical Research Council (NHMRC) die weitere Verwendung des Forced Swim Tests abgelehnt:
"NHMRC considers the potential adverse impacts of the forced swim test on animal wellbeing to be significant. When the scientific validity of this procedure for the proposed research is not supported by robust evidence, the use of the forced swim test in rodents cannot be justified in accordance with the Australian code for the care and use of animals for scientific purposes and must not proceed."
Siehe hierzu auch unseren Beitrag 'Depressionsforschung an ertrinkenden Mäusen'.
Februar 2024
Lieber ein kurzes Video als Homepage?
Dieses fachlich und technisch hervorragend gemachte Video von 8 Minuten Dauer gibt Ihnen in kürzester Zeit einen Überblick über unser Anliegen. Professor Thomas Hartung, unser Ehrenmitglied, fasst prägnant zusammen, was im Bereich Tierversuche schief läuft. Die Humane Society of the Unites States hat hieraus ein auch optisch äusserst aufschlussreiches Video produziert. Anklicken und schauen!

Januar 2024
Eurogroup for Animals
Nach monatelangem Evaluationsverfahren sind wir ab 2024 Mitglied der Eurogroup for Animals und haben somit einen direkten Draht nach Brüssel, respektive zum Europaparlament und der Europäischen Kommission.
Hierdurch werden wir einerseits ohne Verzug informiert, wenn auf europäischer Ebene etwas beschlossen wird, das Tierversuche oder Tierschutz betrifft. Andererseits erhalten wir aber auch Gelegenheit uns in aktuelle Diskussionen und in Vorschläge ans Europaparlament einzubringen. Weiter haben wir immer einen direkten Draht zu zuverlässigen Tierschutzorganisationen in ganz Europa.

Januar 2024
Praktisch keine belastenden Hundeversuche mehr in der Schweiz, aber...
...wahrscheinlich nicht Verzicht auf diese Hundeversuche, sondern Verlagerung ins Ausland.
Dass die belastenden Hundeversuche etwa im Jahr 2016 schlagartig eingestellt wurden, kann man als Fortschritt bezeichnen und insbesondere als Erkenntnis, dass belastende Versuche an Hunden von der heutigen Gesellschaft nicht mehr akzeptiert werden. Wichtig ist nun sicherzustellen, dass die Firmen, welche zumindest einen Teil der Hundeversuche (z.B. die vom Gesetz vorgeschriebenen) voraussichtlich ins Ausland ausgelagert haben, ihre Versprechen einhalten. Die meisten Firmen versichern, dass Tierversuche für sie weltweit nach den gleichen strengen Tierschutzvorschriften gehandhabt werden.
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Januar 2024
'Das beste Tierschutzgesetz der Welt'...
Sobald man einen Vorschlag macht, wie man den Tierschutz in der Schweiz verbessern könnte, kommt meist der Satz 'Wir haben schon das beste Tierschutzgesetz der Welt'. Das heisst aber nicht, dass es nicht noch verbesserungsfähig wäre, nicht einmal, dass es genügend ist oder es den Tieren hiermit gut geht. Man könnte auch sagen, dass die Möglichkeit, dass andere Tierschutzgesetze (noch) schlechter sind, kein ausreichendes Gütesiegel ist.
Es ist zwar ein sehr häufiges, aber auch ein etwas schwaches Argument, wenn man Neuerungen verhindern will mit dem Hinweis, dass andere Tierschutzgesetze schlechter sind. Man möchte den Argumentatoren schon alleine deshalb raten, sich nicht auf dieses Argument zu verlassen, da das schweizerische Tierschutzgesetz im Vergleich gar nicht dermassen überrragend ist, sondern in einem Ranking von Nach .H. 2021 sogar nur auf Platz 10 kam, zusammen in einer Gruppe mit 18 weiteren Ländern.Dieses Argument sollte also nicht verwendet werden und kann getrost ignoriert werden. Eine ausführliche Argumentation hierzu samt Referenzen inklusiv Tierschutzrangliste finden Sie unter Rodriguez Perez, Christian, Müller, Nico D., Persson, Kirsten and Shaw, David M. (2023). The Ranking Argument – Challenging Favourable Comparative Rhetoric about Animal Welfare Law. Journal of Animal Law, Ethics and One Health (LEOH), 44-55. DOI: 10.58590/leoh.2023.004
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Januar 2024
Update zu Botox
Der qualvolle LD50-Test ist weiterhin notwendig für die Produktion von Botox und seine Konkurrenten.
Seit Jahrzehnten berichten Tierschutzorganisationen und auch wir immer wieder über Botox und die für die Produktion dieses Kosmetikartikels und Medikaments nötigen Tierversuche, siehe unsere spezielle Botox-Seite. Die Tiere sterben beim LD50-Test nicht 'einfach so', sondern erleiden einen äusserst qualvollen Tod durch die Nervenlähmungen mit Schmerzen und Krämpfen, bis sie schliesslich an der Lähmung der Atmung ersticken, bei vollem Bewusstsein. Dies kann mehrere Tage dauern, je nach verabreichter Dosis. Die Herstellerfirmen haben Methoden entwickelt, wie die Wirksamkeit des Mittels auch ohne den bekannten qualvollen LD50-Test getestet werden kann. Die neueren Testmethoden führen leider zum Missverständnis, dass die Tierversuche jetzt kein Problem mehr seien. Dies stimmt leider nicht!! Auch diese neuen Test müssen immer wieder kontrolliert werden, was immernoch mit dem LD50-Test geschieht. Etwa 20% der Tests müssen auch heute noch mit dem LD50-Test gemacht werden! Hinzu kommt, dass es zwar für die übrigen 80% der Tests die tierversuchsfreien Methoden gibt, die Pharmafirmen aber nicht gezwungen sind, diese auch anzuwenden. Sie können also auf Wunsch eines bestimmten Landes, in das geliefert werden soll, auch weiterhin für dieses Land mit dem LD50-Test arbeiten! Je mehr Leute sich das Mittel spritzen lassen wollen, desto mehr Kontrollen sind nötig und somit auch desto mehr qualvolle Tierversuche! Die einzige Art diese schrecklichen Tierversuche zu vermindern ist auf Botox und seine Konkurrenzprodukte zu verzichten! |
November 2023
Dokumentarfilm über Hunde als Versuchstiere in Deutschland 2023
Der Dokumentarfilm 'Das Leiden der Laborhunde' ist eine aktuelle Dokumentarsendung des NDR
Den 45-minütigen Film können Sie sehen unter dem Link https://1.ard.de/Das_Leiden_der_Laborhunde. Er ist insbesondere sehenswert, da man sieht, dass es auch heutzutage noch ca. 3000 Tierversuche an Hunden in Deutschland gibt und dass diese eben nicht an kaum belastenden Versuchen teilnehmen, sondern massiv leiden. Sehr gut zu erkennen ist das für Hundefreunde daran, wie die Beagles sich verhalten, die aus Labors an Private nach den Versuchen abgegeben werden. Aus dem Labor kommen nur die besten Hunde lebend heraus, die noch einigermassen 'gesund' und nicht vollständig verhaltensgestört sind. Wenn dann auch diese 'besten' Hunde noch vor jedem Menschen flüchten und sich in die hinterste Ecke verziehen, dann kann man erahnen, was sie erlebt haben, und darf sich gar nicht mehr vorstellen, was diejenigen erlebt haben, die man nicht mehr an Hundehalter abgeben konnte. Wer glaubt nach diesem Film noch, dass im Tierversuchswesen alles zum besten bestellt ist...?
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August 2023
Besonders sinnloser Tierversuch
Unsere Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland haben einen besonders sinnlosen und schwer belastenden Tierversuch in der letzten Ausgabe des Aerzte-gegen-Tierversuche-Journals publiziert. Hierbei handelt es sich im einen Tierversuch, in dem man Ratten im Wasser so lange schwimmen lässt, bis sie aufgeben und fast ertrinken. Er trägt den Namen 'Forced swim test', oder auch 'Verzweiflungstest'.
Man nimmt an, dass depressive Tiere früher aufgeben um ihr Leben zu kämpfen und nimmt die Zeitspanne bis zum drohenden Ertrinkungstod als Mass für die depressive Stimmungslage. Es braucht keine höhere Bildung um zu erkennen, dass dies ein ausserordentlich ungenauer Test ist, um die antidepressive Wirkung eines Medikaments beim Menschen voraussagen zu können.
Der Test ist deshalb auch unter Forschern wegen seiner Ungenauigkeit umstritten. Dass ein Test, bei dem man droht zu ertrinken, zu den schwerstbelastenden gehört ist ebenfalls klar. Man sollte diesen Tests also ohnehin nicht anwenden, da ungenau und stark quälerisch.
Umso unverständlicher ist, dass die Firma Schwabe, welche das Medikament vertreibt, dieses Experiment durchführen lässt, obwohl das Medikament bereits auf dem Markt ist, von Menschen eingenommen wird, bei Angst und Unruhe, und es bereits beim Menschen auch eine antidepressive Wirkung gezeigt hat. Warum also noch ein schlechter, stark tierquälerischer Tierversuch, wenn man bereits Daten vom Menschen hat?
Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch heute noch sinnlose, stark quälende Tierversuche gemacht werden und man sich keineswegs zurücklehnen kann in der Annahme, dass im Bereich Tierversuche alles heutzutage zum besten bestellt sei.
Den Link zum Heft 3/2023 der Aerzte gegen Tierversuche finden Sie hier
Den Link zu der Publikation des Tierversuchs bei Pubmed finden Sie hier.
August 2023
Artikel im Tages-Anzeiger weist inakzeptable Zustände bei der Versuchstierhaltung nach.
In einem Frontseitenartikel des Recherche-Teams des Tages-Anzeigers präsentiert der Journalist Roland Gamp das Ergebnis der jahrelangen Abklärungen.
Gestützt auf das Oeffentlichkeitsrecht verlangte der Recherchejournalist Roland Gamp Einsicht in die Tierversuchsanträge des Jahres 2021. Dies wurde ihm nur nach langem hin und her und nur zu bestimmten Bereichen gewährt.
Aber auch im herausgegebenen Material finden sich Missstände:
- Einerseits werden Haltungsbedingungen mit viel zu kleinen und nicht Tierschutzgesetz-konformen Käfigen gefunden. Dies wird mit der besseren Beobachtbarkeit des Tieres begründet, was in einigen Fällen zutreffen mag; in anderen dürfte es eine rein finanzielle Frage sein.
- Weiter wird die häufigste Tötungsart beanstandet: CO2. Dies führt vor dem Tod zu Atemnot und Panik und wird heute nicht mehr als tierfreundliche Tötungsmethode angesehen, was auch vom Tierschutzbeauftragten der Uni Bern, Prof. Hanno Würbel so gesehen wird. Der Grund für die Beibehaltung dieser überholten Tötungsart ist wieder der Preis: CO2 ist am günstigsten.
- Ebenfalls beanstandet wird die starke Zunahme der am meisten belastenden Tierversuche (Schweregrad 3).
Wenn man bedenkt, was man von diesen Tieren verlangt für unser Wohl, dann haben die Versuchstiere unseres Erachtens zumindest akzeptable Käfige und einen möglichst wenig qualvollen Tod verdient.
Den ganzen Artikel finden Sie hier.
Juli 2023
Tierversuchsstatistik
Jedes Jahr veröffentlicht der Bund die Tierversuchsstatistik des Vorjahres. Hier sind diejenigen für 2022:

Untenstehend finden Sie die aktuellen Links zu den aktuellen Tierversuchszahlen, Tierart, Schweregrad, Versuchszweck u.a. in der Schweiz:
- Hier finden Sie die offizielle Seite des BLV zum Thema Tierversuche mit der Anzahl 'verwendeter' Tiere pro Jahr. - Hier finden Sie eine detaillierte Tabelle der Tierversuche 2021 aufgeteilt nach Tierart, Schweregrad, Kanton, Verwendungszweck und anderem. - Hier finden Sie die aktuelle Schweregradeinteilung des BLV mit vielen konkreten Beispielen. - Hier finden Sie den jährlichen Bericht über abgeschlossene Tierversuche des BLV, in dem auch Titel des Versuchs, Tierart, Schweregrad und Versuchszweck ersichtlich sind. |
Juli 2023
Wir unterstützen die Petition 'Forschungsplatz Schweiz sichern'
Verschiedene Tierschutzorganisationen haben eine Petition lanciert: 'Forschungsplatz Schweiz sichern'
Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen Auftrag an den Bund, sich zu einem verbindlichen Ausstieg aus Tierversuchen zu verpflichten und hierzu auch einen Zeitplan für diesen Ausstieg zu erarbeiten (Roadmap).
Pionier war Holland und hat als erstes Land der Welt einen solchen Plan verkündet.
Hollands Regierung lancierte 2016 das ‘Transition Programme for Innovation without the use of animals’ mit dem Ziel Tierversuche bis 2025 zu eliminieren; das Ziel 2025 wurde aktuell aufgehoben, aber das Programm läuft noch.
2021 beschloss das Europaparlament mit 667:4 stimmen die Europakommission aufzufordern einen europaweiten Aktionsplan zu etablieren zur Eliminierung von Tierversuche.
2007 wurde in den USA der Bericht 'Toxicitiy testing in the 21st century' lanciert mit dem Ziel aus Tierversuche auszusteigen und auf humanbasierte Forschung zu wechseln.
2019 beschloss die Environmental protection agency der FDA in den USA bis 2035 aus Tierversuchen an Säugetieren auszusteigen und zu Alternativmethoden wie in silico modeling, organs on a chip und ähnliche neuere Techniken zu wechseln. Das Enddatum 2025 wurde später wieder gestrichen.
Wenn Sie diese Petition ebenfalls unterstützen möchten so finden Sie Informationen und Petitionsbogen sowie auch die Möglichkeit online zu unterschreiben unter https://forschung-mit-zukunft.ch/
Juli 2023
Millionen Tierversuche in der Toxikologie durchgeführt trotz nicht nachgewiesenem Nutzen
Das europäische Programm zur Erfassung von möglichen Nebenwirkungen von chemischen Substanzen REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) hat schon über 2 Millionen Tierversuche zur Folge gehabt - ohne dass je bewiesen wurde, dass dieser Ansatz wirklich erfolgreich ist und insbesondere auch mit nur ungenügender Anwendung von Alternativmethoden zu Tierversuchen.
WeiterlesenJuli 2023
Meinungsumfrage von Eurogroup zum Thema Tierversuche
Eine neuere Meinungsumfrage vom Herbst 2022 im Auftrag der Eurogroup for Animals, dem Dachverband europäischer Tierschutzorganisationen, zeigt auf, dass auch in der Schweiz die Bevölkerung ein verstärktes Engagement des Bundes im Bereich Tierversuche wünscht.
71 Prozent der Befragten in der Schweiz sind der Meinung, es müsse mehr getan werden um den vollständigen Ersatz von Tierversuchen zu beschleunigen.
68 Prozent finden die Schweiz sollte eine mit Europa koordinierte Strategie entwickeln zum Ersatz von Tierversuchen.
68 Prozent finden, dass die Schweiz weltweit führend sein sollte beim Ersatz von Tierversuchen.
66 Prozent zeigten sich sehr besorgt über die Verwendung von Tieren in Forschung, Produkttestung und in der Lehre.
Die Umfrage wurde im Auftrag der Eurogroup for Animals vom 27. Oktober bis 8. November 2022 in 10 europäischen Ländern und Nachbarländern wie der Schweiz (Deutschland, Frankreich, Norwegen, Spanien, Italien, Belgien, Niederlande, Dänemark, Schweden und Schweiz) durchgeführt von Savanta. Insgesamt wurden 10 706 Erwachsene online befragt, 1105 in der Schweiz.
April 2023
Traueranzeige Franz P. Gruber
Mit tiefer Trauer geben wir den Tod unseres geschätzten Kollegen und Freundes, PD. Dr. Dr. vet. med. Franz Paul Gruber, bekannt, der am 12. April 2023 nach längerer Krankheit in Münsterlingen, Schweiz, gestorben ist.
WeiterlesenJanuar 2023
Verwaltungsgericht verbietet umstrittene Hirnforschung an Zebrafinken
Pressemitteilung vom Zürcher Tierschutz, Animalfree Research und die Stiftung für das Tier im Recht: Das kantonale Verwaltungsgericht hat die in Zürich geplanten höchstbelastenden Versuche zur Erforschung neuronaler Vorgänge des Vogelgesangs von Zebrafinken für unrechtmässig erklärt. Am 24.11.2022 hat es den erstinstanzlichen Entscheid der Zürcher Gesundheitsdirektion umgestossen. Begründung: Der Erkenntnisgewinn sei zu gering, um das enorme Leiden der Tiere zu rechtfertigen, da kein konkreter medizinischer Nutzen für den Menschen absehbar sei. Dieser Entscheid ist ein wegweisender Erfolg für den Tierschutz.
WeiterlesenJanuar 2023
In den USA müssen neue Medikamente seit kurzem nicht mehr an Tieren getestet werden
Gemäss einer Pressemitteilung von Watson müssen in den USA neue Medikamente seit kurzem nicht mehr an Tieren getestet werden.
Hier der Text von Watson: In den USA müssen neue Medikamente seit kurzem nicht mehr an Tieren getestet werden, um von der US-Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassen werden zu können. Für Europa sieht die zuständige Arzneimittelbehörde EMA die Zeit für einen solchen Schritt noch nicht gekommen. Noch könne nicht vollständig auf Tierversuche verzichtet werden, teilte die EMA der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam mit. Neue alternative Methoden, die stattdessen benutzt werden können, müssten erst überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie verlässlich sind. Im vergangenen Jahr hatte die EMA eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um diesen Prozess zu beschleunigen. |
Januar 2023
Artikel im Tages-Anzeiger zeigt wie wenig wirkliche Bedeutung Tierversuchsforscher ihren eigenen Resultaten beimessen
Der Artikel im Tagesanzeiger beschreibt die Erforschung von neuen Bandscheibenimplantaten durch Schweizer Forscher. Mehreren Affen wurden diese implantiert. Als sich bei den Tieren unerwünschte Wirkungen zeigten brachen die Forscher die Arbeit mit den neuen Bandscheiben nicht etwa ab, sondern taxierten die Tierversuchsresultate als nicht relevant. Sie gingen zur Implantation am Menschen über.
Dies zeigt die Bedeutung die diese Forscher ihren eigenen Tierversuchen zumessen, obwohl diese immerhin an Pavianen durchgeführt wurden! Diese Versuche wurden somit vollständig umsonst durchgeführt.
Dezember 2022
Roadmap zum Ausstieg aus Tierversuchen
Am 14.11.2022 fand in Zürich ein internationales Symposium statt zur Idee eines mit der Politik koordinierten, organisierten Ausstiegs aus Tierversuchen statt.
WeiterlesenDezember 2020
Über die (Un-) Zuverlässigkeit von Tierversuchen
Ein Aufruf an die Kolleginnen und Kollegen von Dr. med. vet. Dr. habil. Franz P. Gruber
WeiterlesenNovember 2020
Covid - Chance für schnellere und bessere Forschungsmethoden als Tierversuche
Da die Wissenschaft mit Covid unter enormem Zeitdruck steht und gleichzeitig ein weltweites Wettrennen um die ersten Erfolge läuft mit enormen personellen und finanziellen Ressourcen ergibt sich die Gelegenheit, hier die viel schnelleren und präziseren Forschungsgmethoden ohne Tierversuche einzusetzen.
Wie der globale Forschungsboom für Covid zu einer Chance für eine schnelle, moderne, tierversuchsfreie Forschung werden kann lesen Sie hier im Beitrag eines britischen Forschers. |
September 2020
Händel-Tierschutzpreis 2020 für Professor Hartung und Prof. Leist
Professor Hartung hat nun zusammen mit Prof. Leist einen Preis für sein Lebenswerk erhalten, den Händel-Tierschutzpreis 2020 für Alternativmethoden zu Tierversuchen in der Toxikologie. Er ist mit 80'000 Euro dotiert und wird übergeben am 1.10.2020 in Giessen.
Professor Hartung hat nun zusammen mit Prof. Leist einen Preis für sein Lebenswerk erhalten, den Händel-Tierschutzpreis 2020 für Alternativmethoden zu Tierversuchen in der Toxikologie. Er ist mit 80'000 Euro dotiert und wird übergeben am 1.10.2020 in Giessen.
Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Doerenkamp-Zbinden-Stiftung.
Oktober 2020
Die Aerzte gegen Tierversuche verleihen einen 'Preis' für den grausamsten und sinnlosesten Tierversuch des Jahres
Unsere Partnerorganisation Aerzte gegen Tierversuche aus Deutschland verleiht jedes Jahr einen 'Preis' namens 'Herz aus Stein'.
WeiterlesenAugust 2020
Kampagne Bessere Forschung ohne Tierversuche
Die Stiftung AnimalFree Research hat eine Kampagne lanciert. Die Kampagne verlangt mehr öffentliche Fördergelder für eine wissenschaftlich aussagekräftige und ethisch korrekte biomedizinische Forschung ohne Tierversuche in der Schweiz
WeiterlesenOktober 2019
Grausame Hundeversuche im Auftrag der Schweizer Firma Inthera Bioscience
Die Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens berichtete am 15.10.2019 über unerträgliche Tierversuche an Hunden. Im Auftrag der Schweizer Firma Inthera wurden in der deutschen Tierversuchsanstalt LPT Beagles einem neuen Wirkstoff ausgesetzt. Trotz auch für Laien sichtlichem Leiden der Tiere liess man diese ohne Betreuung und ohne sie in Anbetracht ihres Leidens frühzeitig einzuschläfern alleine leiden und langsam sterben. Dies widerspricht klar sämtlichen Richtlinien für Tierversuche. Mehr hierzu finden Sie unter unserer Rubrik Themen unter 'Hundeversuche'.
Dezember 2018
Erfolg gegen Botox-Tierversuche
Der französische Pharmakonzern Ipsen hat bekannt gegeben, eine Zulassung für einen Zelltest zur Testung seiner Botox-Produkte in der EU und der Schweiz erhalten zu haben. Ipsen ist damit der dritte Hersteller, der zumindest teilweise tierversuchsfrei testet...
WeiterlesenDezember 2018
Skandal um Implant Files offenbart sinnlose Affenversuche
Die grossangelegte Rechercheaktion von Tages-Anzeiger und anderen Zeitungen zeigt, dass Affenversuche mit künstlichen Bandscheibenimplantaten durchgeführt wurden mit katastrophalen Resultaten und die künstlichen Bandscheiben trotzdem Menschen implantiert wurden.
WeiterlesenDezember 2017
Studien zeigen unzureichende wissenschaftliche Stringenz in Schweizer Tierversuchen
Zwei Studien, die von Hanno Würbel und Kollegen an der Universität Bern veröffentlicht wurden, stellen die wissenschaftliche Stringenz von in der Schweiz durchgeführten Tierversuchen in Frage.
WeiterlesenMai 2017
Gemeinsame Pressemitteilung von 51 Tierschutzorganisationen zu den Affenversuchen der ETH Zürich
Nicht weniger als 51 Tierschutzorganisationen protestieren in einem gemeinsamen Communiqué gegen die Bewilligung für die Affenversuche an der ETH Zürich.
WeiterlesenApril 2017
Affenversuche an ETH Zürich bewilligt
Die vielfach kritisierten Affenversuche, die neu an der ETH Zürich eingeführt werden sollen, sind nun definitiv vom Zürcher Verwaltungsgericht bewilligt worden.
WeiterlesenApril 2017
Beschwerde gegen Patente auf gentechnisch manipulierte Schimpansen
Der Streit um die Patente der US-Firma Intrexon auf gentechnisch veränderte Schimpansen geht in die nächste Runde:
WeiterlesenApril 2017
Botox-Tests an Mäusen
Der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die Unternehmen Eisai und Ipsen, ihre Botox-Versuche an Mäusen umgehend zu stoppen und alternative Prüfverfahren einzuführen.
WeiterlesenApril 2017
Handbuch zur Vermeidung neuer Tierversuche für REACH
Cruelty Free International (CFI) und die European Consulting TSGE haben ein Handbuch herausgegeben, wie Tierversuche bei der Registrierung nach REACH vermieden werden können.
WeiterlesenDezember 2016
Steuergelder für Affengehege - bevor die Versuche bewilligt sind!
Gemäss einem Artikel im Tages-Anzeiger vom 9.12.2016 haben Uni und ETH Zürich 140'000.- SFr. ausgegeben für geplante Tierversuche mit Affen - noch bevor die Versuche überhaupt bewilligt waren!
WeiterlesenJanuar 2016
Führende Psychiater bezweifeln den Nutzen der geplanten Affenversuche von Zürich
Die geplanten Affenversuche von Zürich waren vor allem auch bewilligt worden, weil die Forscher Gutachter fanden, die sich euphorisch über den möglichen Nutzen der Affenversuche äusserten, ja sogar sich dazu verstiegen zu behaupten, dass der 'Anwendungsnutzen praktisch garantiert' sei.
WeiterlesenDezember 2015
Hirnforscher planen in Zürich nicht einen Tierversuch mit 3 Affen, sondern ein neues Zentrum für Tierversuche an Affen
Aus der Projektbeschreibung des Nationalfonds geht hervor, dass der Versuch mit 3 Affen nur der Startschuss wäre für ein grosses neues Zentrum für Hirnforschung mittels Tierversuchen an Affen, ausgerüstet mit den neusten, modernsten und wohl teuersten Instrumenten. Zahlreiche Tierversuche mit Affen für die verschiedensten Krankheiten sind bereits angekündigt.
WeiterlesenDezember 2015
Regierungsrat Zürich bewilligt Affenversuche an ETH/Uni Zürich
Was nur wenige wissen: 1. Die Behauptung der Forscher, dass die Affen sich freiwillig in die Primatenstühle setzen, den Kopf festschrauben lassen und mitmachen ist FALSCH. Tatsache ist, dass man sie dursten lassen muss und sie beim Versuch mitmachen um ihren Durst stillen zu können. 2. Es handelt sich um Grundlagenforschung, nicht Forschung zur Therapie von Schizophrenie. 3. ...
WeiterlesenDezember 2015
Kritische Bewertung des Regierungsratsentscheids vom 10.12.2015 die Affenversuche von ETH und Uni Zürich zuzulassen
Lesen Sie die Argumente des Regierungsrats und unsere Gegendarstellung in einer kleinen Tabelle
WeiterlesenMärz 2015
Zusammenstellung der Argumente der Befürworter und Gegner der geplanten Affenversuche von ETH und Uni Zürich 2014
Aus der Diskussion der geplanten Affenversuche von ETH und Zürich mit Vertretern der Fakultät haben wir eine Zusammenstellung der verschiedenen Argumente und Positionen erstellt, die Sie hier finden. Weitere Informationen zu diesen Affenversuchen finden Sie in früheren 'News'-Beiträgen.
WeiterlesenNovember 2014
Wie eine Medizinstudentin die Tierversuche an Affen an der Uni Fribourg sieht
Untenstehend haben Sie die seltene Gelegenheit die Tierversuche an Affen an der Universität Fribourg mit den Augen einer jungen Medizinstudentin zu sehen.
WeiterlesenOktober 2014
Affenversuche an ETH Zürich inszeniert um Bundesgerichtsurteil von 2008 umzustossen?
Vieles spricht dafür, dass der Versuchsantrag für neue Tierversuche an Primaten am Institut für Neuroinformatik von ETH und Uni in erster Linie aufgegleist wurde um das Bundesgerichtsurteil von 2008/2009, das ganz ähnliche Versuche verbot, umzustossen.
WeiterlesenSeptember 2014
Neue Affenversuche an ETH und Uni Zürich für Grundlagenforschung?
Der Tages-Anzeiger machte mit mehreren Artikeln am 19.9.2014 publik, dass an der ETH wieder Tierversuche mit Primaten geplant sind. Deklariert werden sie als Forschung zur Behandlung von Schizophrenie, bei genauerer Betrachtung handelt es sich jedoch um Grundlagenforschung.
WeiterlesenJanuar 2014
Jane Goodall zu Tierversuchen mit Primaten
In einem Interview in der 'The Times' nahm die weltbekannte Primatenforscherin Jane Goodall Stellung zur Behauptung, dass man auf Affenversuche nicht verzichten könne.
WeiterlesenNovember 2013
Nach den Hunden nun die Katzen: Parasitologie des Tierspitals Zürich infiziert nun Katzen mit Parasiten.
2011 haben wir ausführlich Tierversuche an der Parasitologie des Tierspitals Zürich kritisiert, bei denen gesunde Hunde mit aggressiven Parasiten infiziert wurde. Diese Versuchsreihe scheint abgeschlossen zu sein. Jetzt werden aber Katzen infiziert.
WeiterlesenNovember 2013
Das gibt es auch noch in der Schweiz: sinnlos getötete Tiere für den Unterricht
Die Universität Fribourg legt Wert auf ihre humanistische Tradition. Gleichzeitig finden an der Uni Fribourg aber noch Tierversuche statt, die an den meisten anderen Universitäten international abgeschafft wurden.
WeiterlesenApril 2013
Radiosendung zum Thema Tierversuche in der Schweiz
Radio SRF1 hat in der 2-stündigen Sendung Treffpunkt 3 Organisationen zur Diskussion eingeladen. Dies waren das BVET, Novartis und die Aerzte für Tierschutz. Vertreten wurde unsere Organisation durch unseren Co-Präsidenten PD Dr. med. vet. Franz P. Gruber.
Den Link zu der Sendung, die auch im Nachhinein gehört werden kann, finden Sie hier.
Januar 2013
Besuch bei Novartis in Basel
Im Frühjahr 2012 sind wir im Rahmen unserer Evaluation von Hundeversuchen in der Schmerzforschung auf das sogenannte ‚Arthritismodell‘ gestossen. Hierbei werden Harnsäurekristalle in Hundeknie gespritzt um eine vorübergehende Entzündung auszulösen und dann die Wirkung von Medikamenten testen zu können. Unsere direkt an Novartis kommunizierte Kritik brachte uns einen Besuch bei Novartis in Basel ein, bei dem wir die Versuche diskutieren und die Hunde- und Affenhaltung besichtigen konnten.
WeiterlesenOktober 2012
Botox
Seit Juli 2012 wird Botox in der Schweiz ohne Tierversuche hergestellt.
WeiterlesenAugust 2012
Schweizerische Ärztezeitung bringt Beitrag zum Thema Tierversuche und unseren Verein
Der bekannte Kolumnist Erhard Taverna hat für die Schweizerische Ärztezeitung unser Vorstandsmitglied Markus Deutsch zu Hause besucht und einen kritischen Artikel zum Thema Tierversuche geschrieben.
WeiterlesenJuli 2012
Artikel in der Zeitschrift 'Welt der Tiere' über unseren Verein
Die viel gelesene Zeitschrift 'Welt der Tiere' hat einen Beitrag über unsere Organisation gebracht. In diesem konnten wir unsere Aufgabe und Ziele selbst darlegen.
WeiterlesenDezember 2011
Nachlese 1 zur Berichterstattung in den Medien über unsere Kritik an den Hundeversuchen der Parasitologie des Tierspitals Zürich
Eine repräsentative Meinungsumfrage der Ärztinnen und Ärzte für Tierschutz in der Medizin hat ergeben, dass Schweizerinnen und Schweizer keine belastenden Tierversuche an Hunden wollen, und zwar weder in der Forschung am Hund für Hunde, am Hund für Menschen noch zur Giftigkeitstestung von Produkten. Dies steht in krassem Gegensatz zum weitverbreiteten Gebrauch des Hundes als Versuchstier. Die Ärzte für Tierschutz fordern deshalb, dass der Volkswille anerkannt wird und Forschung wie auch Politik diesen umsetzen.
WeiterlesenNovember 2011
Nachlese 2 zur Berichterstattung in den Medien über unsere Kritik an den Hundeversuchen der Parasitologie des Tierspitals Zürich
Was nie in den Medien aufgenommen wurde war einerseits, dass wir ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass wir trotz unserer Kritik an den Hundeversuchen des Instituts für Parasitologie das Tierspital als ganzes eine erstklassige Tierklinik finden. Andererseits wurde aber auch nie aufgenommen, dass im Rahmen dieser Versuchsreihe nicht 6 Beagle, sondern mindestens 56 'verbraucht' wurden.
WeiterlesenOktober 2011
Beispiel 5 fragwürdiger Tierversuche in der Schweiz:
In unserer Rubrik 'Beispiele für fragwürdige Tierversuche in der Schweiz' haben wir neu einen Tierversuch mit Hunden am Tierspital Zürich aufgenommen.
WeiterlesenJuli 2011
Qualität von Tierversuchen bemängelt in führender Fachzeitschrift
Die medizinische Fachzeitschrift Lancet, eine der weltweit meistgelesenen Zeitschriften, bemängelt in einem Leitartikel unter dem Titel 'Animals in research: 'can they suffer?' die Qualität der durchgeführten Tierversuche und fordert die Forscher auf sauberer zu arbeiten.
WeiterlesenJuli 2011
Tierversuche für Hundefutter
Tierversuche werden auch von einigen grossen Herstellern von Katzenfutter und Hundefutter durchgeführt. Doch welcher Katzen- oder Hundefreund möchte schon ein Tierfutter, für das Haustiere in Tierversuchen leiden mussten? Nachdem gemäss einer Untersuchung der Stiftung Warentest vom November 2010 die meisten Hundefutter gleich gut sind, könnte die Tierversuchsfreiheit der Marke ein gutes Auswahlkriterium sein.
WeiterlesenJanuar 2011
Die Deklaration von Basel - kommentiert aus Sicht des Tierschutzes
Mit medialem und finanziellem Grossaufwand haben verschiedene Tierversuchsbefürworter einzig zum Zweck der Festigung des Tierversuchs als Forschungsmittel in Basel einen Kongress organisiert. Die hochprofessionell produzierte und in den Medien verbreitete Deklaration von Basel erfordert natürlich eine Gegendarstellung aus Sicht des Tierschutzes, die wir in tabellarischer Form anfügen.
August 2010
Ungenügende Schmerzstillung bei Versuchstieren, auch bei Hunden und Primaten
Eine Studie in der Fachzeitschrift 'Laboratory Animals kommt zum Schluss: "...but analgesic administration to ‘large’ laboratory species is still not optimal."
WeiterlesenAugust 2010
Tierversuche zur Ausbildung von Sanitätern?
In Deutschland wurde von der US-Armee ein Antrag gestellt, Ziegen und Schweinen Messerstichverletzungen zufügen zu können, um diese von Sanitätern zur Ausbildung versorgen zu lassen.
WeiterlesenJuli 2010
Prozess von Vasella/Novartis gegen Kessler/VgT Verein gegen Tierfabriken
Derzeit findet ein interessanter Prozess statt, in dem Novartis-Chef Daniel Vasella gegen Erwin Kessler vom Verein gegen Tierfabriken klagt wegen Persönlichkeitsverletzung. Kessler bezeichnet Vasella auf der Homepage des VgT als Massenverbrecher, verantwortlich für den Tod von Millionen gequälter Versuchstiere.
WeiterlesenJuni 2010
Xefo® verursacht lebensbedrohliche Brechdurchfälle bei Hunden
Xefo® ist ein beim Menschen gut verträgliches Schmerzmittel. Wenn man das Mittel aber seinem Hund gibt, kann es ihn umbringen. Ein weiteres Beispiel für die Unzuverlässigkeit von Tierversuchen.
WeiterlesenNovember 2009
Wie einfach die Pharmaindustrie mehr für den Tierschutz tun könnte zeigt eine Pressemitteilung von KAGfreiland
Millionen werden mit den Impfstoffen verdient. Der Einkauf von Eiern aus Bodenhaltung wäre machbar und würde kein Vermögen kosten.
WeiterlesenOktober 2009
Meilenstein für den Tierschutz - Affenversuche an der ETH Zürich bleiben verboten
Das Bundesgericht hat bestätigt, dass für die beiden im Jahre 2006 von der Tierversuchskommission des Kantons Zürich abgelehnten Primatenversuche definitiv keine Bewilligung erteilt wird.
WeiterlesenAugust 2009
Artikel von uns im Tages-Anzeiger zum Thema Transparenz bei Tierversuchen
In einem Artikel im Tages-Anzeiger zeichnet der 'Tierschutzbeauftragte' der Hochschulen ein rosa Bild eines vollständig problemlosen Tierversuchsbetriebs an den Hochschulen. Dem mussten wir massiv widersprechen.
WeiterlesenMai 2009
Artikel von uns in der Schweizerischen Ärztezeitung
Der Artikel mit dem Titel 'Tierversuche, Studienregister und Patientensicherheit' befasst sich mit der Revision der Tierversuchsstatistik des Bundesamtes für das Veterinärwesen BVET und zeigt auf, dass das Fehlen von zugänglichen Studienregistern auch die Patientensicherheit gefährdet.
WeiterlesenApril 2009
Pressemitteilung: Behörden verhindern die Reduktion unnötiger Tierversuche
Seit 2005 fordern die Ärzte für Tierschutz mit Referaten vor Parlamentariern, Pressekonferenzen und Publikationen mehr Transparenz bei Tierversuchen. Dies aus wissenschaftlichen Gründen, aber auch für die Patientensicherheit. Die laufende Überarbeitung der Tierversuchsstatistik böte die perfekte Gelegenheit hierzu. Die Behörden verstärken aber eher die Geheimniskrämerei bei Tierversuchen. Auf Initiative der Ärzte für Tierschutz haben deshalb verschiedene Tierschutzorganisationen gemeinsam eine Pressemitteilung lanciert.
WeiterlesenApril 2009
Vernehmlassung e-Tierversuche
Das Bundesamt für Veterinärwesen BVET reorganisiert derzeit seine Tierversuchsstatistik. Wir wurden eingeladen, unsere Meinung hierzu beizutragen.
WeiterlesenDezember 2008
Neue Studie beweist, dass die von uns kritisierten Affenversuche von Fribourg tatsächlich unnötig waren
Diese Studie zeigt, dass die gewünschten Erkenntnisse problemlos auch direkt an den verunfallten Patienten hätten erreicht werden können, mit bildgebenden Verfahren, statt mit belastenden Versuchen an Affen und schliesslich Tod der Affen.
WeiterlesenDezember 2008
Bereits erteilte Tierversuchsbewilligungen werden in 22% der Fälle nicht benutzt - wie wichtig kann da der Tierversuch wirklich gewesen sein??
Gemäss der Tierversuchsstatistik des Bundesamtes für Veterinärwesen bvet wurden im Jahr 2007 von 3075 erteilten Bewilligungen 678 nicht genutzt, also die Tierversuche nicht durchgeführt - obwohl zuvor die Forscher in ihrem Gesuch behauptet hatten, dass die geplanten Tierversuche so wichtig seien, dass das Leiden und schliesslich der Tod der Versuchstiere gerechtfertigt seien und obwohl diese Tierversuche durch alle Bewilligungsinstanzen abgesegnet worden waren!
WeiterlesenDezember 2008
Interview zum 300. Geburtstag von Albrecht von Haller
Albrecht von Haller hat durch seine grausamen Vivisektionen traurige Berühmtheit erlangt, daneben aber auch Verdienste in anderen Wissenschaftsrichtungen. In einem Interview für die Ausstellung im Historischen Museum Bern erhielten wir Gelegenheit, unsere Sicht zu Haller und der Tierversuchsproblematik darzulegen. Die hier abgedruckte Version ist ausführlicher als die Interviewversion.
WeiterlesenOktober 2008
80 – 150 Millionen Versuchstiere pro Jahr weltweit
Der jährliche 'Tierverbrauch' weltweit beträgt nach der neusten Schätzung 80 – 150 Millionen Versuchstiere, wobei die Zahl eher unterschätzt sei (Altex 25 Suppl 1/08 S. 70)
WeiterlesenOktober 2008
Toxikologie im Umbruch
Ein weltweit führender Toxikologe auf dem Gebiet des Ersatzes von konventionellen Tierversuchen durch Alternativmethoden stellt eine eigentliche Krise in der Toxikologie fest.
WeiterlesenJuni 2008
Erneut krasser Fall eines vollständig sinnlosen Tierversuchs aufgedeckt
Skandalös an diesem Tierversuch ist insbesondere, dass an Jungvögeln ohne Betäubung Schnitte durchgeführt wurden und dass ...
WeiterlesenMai 2008
Zürcher Verwaltungsgericht bestätigt Unrechtmässigkeit von Zürcher Affenversuchen
Weiterer Rückschlag für die Tierversuche an der ETH Zürich: nachdem die ETH schon die Depressionsforschung an Affen aufgeben musste, da die Eidgenössische Ethikkommission diese als unverantwortbar einstufte, werden nun weitere Affenversuche gerichtlich gestoppt.
WeiterlesenApril 2008
China: Grausamste Haltung von 'Gallenbären'
Im Rahmen der Olympischen Spiele in China appelliert der VETO (Verband Tierschutzorganisationen Schweiz) für Fairplay gegenüber Tieren
WeiterlesenFebruar 2008
'Der Beobachter' zum Thema Tierversuche
Sind Tierversuche in der Forschung so unverzichtbar, wie uns das jahrelang eingetrichtert wurde? Immer mehr Studien ziehen das stark in Zweifel - doch die Zahl der benutzten Tiere steigt und steigt.
WeiterlesenFebruar 2008
Artikel zu Botox in der Schweizerischen Aerztezeitung
Die Sonntagszeitung titelt auf Seite 2: 'Massaker an Mäusen'
WeiterlesenFebruar 2008
Warnung vor tödlichen Nebenwirkungen von Botox
Die Amerikanische Heilmittelbehörde FDA warnt vor möglichen tödlichen Nebenwirkungen von Botox
WeiterlesenJanuar 2008
Meinungsumfrage zu Tierversuchen
Im Dezember 2007 wurde eine repräsentative Umfrage bei über 1016 Schweizern durchgeführt zum Thema Tierversuche, im Auftrag von animalfreeresearch.
WeiterlesenNovember 2007
Botox im 'Kassensturz'
Konsumenten werden informiert über die qualvollen Tierversuche, die zur Produktion von Botox erforderlich sind
WeiterlesenJuli 2007
Artikel der Aerzte für Tierschutz in der Schweizerischen Aerztezeitung
In der Schweizerischen Aerztezeitung vom 8.8.2007 publizieren die Aerztinnen und Aerzte für Tierschutz in der Medizin eine Zusammenfassung wissenschaftlicher Studien zum (fragwürdigen) Nutzen von Tierversuchen.
| Den vollständen Artikel finden Sie unter 'Themen'. |
März 2007
Tierversuchskommission stoppt Affenversuche der Neuroinformatik Zürich
Die Tierversuchskommission des Kantons Zürich hat die Affenversuche an der Neuroinformatik der ETH und Uni vorläufig gestoppt, indem sie einen Rekurs eingelegt hat.
WeiterlesenJanuar 2007
Eidgenössische Ethikkommission verurteilt Depressionsversuche mit Affen an der ETH Zürich
Die von uns bereits vor einem Jahr kritisierten Affenversuche der ETH Zürich in der Depressionsforschung (siehe unten) haben viel Kritik auf sich gezogen.
WeiterlesenJuni 2006
Sinnlose Affenversuche in Fribourg, wieder mit Steuergeldern unterstützt
Wieder haben wir einen sinnlosen Versuch mit Affen beanstanden müssen. Es handelt sich um Grundlagenforschung zu Rückenmarksverletzungen, die an der Uni Fribourg mit Affen durchgeführt wird.
WeiterlesenFebruar 2006
Depressionsforschung mit Affenbabies an der ETH Zürich wird eingestellt
Die von uns und dem Schweizerischen Tierschutz STS im Sommer 2005 öffentlich kritisierten Versuche mit Affenbabies werden eingestellt, wie die Sonntagszeitung am 19.2.2006 berichtet.
WeiterlesenJuli 2005
Presseberichte über den von uns beanstandeten Tierversuch mit Affenbabies
Zeitgleich mit der Aufschaltung unserer Homepage zu den Marmosettenversuchen erschien am 20. Juli 2005 im Tages-Anzeiger ein Artikel darüber.
WeiterlesenJuli 2004
Artikel der Aerztinnen und Aerzte für Tierschutz in der Medizin in der SCHWEIZERISCHEN AERZTEZEITUNG
Am 10. Juni 2004 erschien in der Schweizerischen Aerztezeitung ein Artikel von uns zum Thema Tierschutz und Wissenschaft. Wir gehen kurz auf die historische und rechtliche Situation in der Schweiz ein und zeigen dann aktuelle Alternativen zu Tierversuchen auf.
WeiterlesenJanuar 2004
Vollsynthetisches Trainingsmodell für die Koronarchirurgie
Ein Artikel aus der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich stellt ein neues Modell zum Erlernen neuer herzchirurgischer Techniken vor.
Weiterlesen































