Hundeversuche




Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen einige Fakten zum Thema Tierversuche an Hunden.


SEITENUEBERSICHT HUNDEVERSUCHE

AKTUELL

ALLGEMEINER TEIL ZU TIERVERSUCHEN AN HUNDEN
- Wieviele Tierversuche an Hunden gibt es heutzutage noch?
- Wozu werden die Hunde verwendet?
- Warum ist der Hund ein so viel benutztes Versuchstier?
- Häufig durchgeführte Tierversuche an Hunden
- Wie gut sind Tierversuche zur Erkennung von Nebenwirkungen?

- "Hundeversuche sind der Goldstandard"
- Hundeversuche als Grundlagenforschung
- Hundeversuche für Hunde 
- Hundeversuche für Menschen als Krankheitsmodelle
Forschungsstillstand ohne Hundeversuche??
- Haltungsbedingungen und Aufsicht
- Weltweit findet eine Abkehr vom Tierversuch und Übergang zu tierfreien Methoden statt (NAMs)
- Roadmap (Ausstiegsplan) im Auftrag der Europäischen Kommission
- Meinungsumfragen: Es gibt europaweit keinen Auftrag der Bevölkerung an Hundeversuchen festzuhalten!
- Forschungsstillstand ohne Hundeversuche??
- Für alle die es gerne etwas einfacher haben


AKTUELL

Am 7. April 2025 lancierte die Tierversuchslobby European Animal Research Association (EARA), ein europäischer Dachverband der Tierversuchsanhänger, eine Kampagne zur Rechtfertigung und Fortführung von Tierversuchen an Hunden.
Diese Initiative steht in krassem Widerspruch zu einer weltweiten Entwicklung, die auf eine Reduktion von Tierversuchen und deren Ersatz durch moderne, tierfreie Forschungsmethoden (z. B. NAMs – Non-Animal Methods) abzielt. Besonders für Tierarten wie Hunde und Primaten gibt es breite Bestrebungen, ihren Einsatz in der Forschung so rasch wie möglich zu beenden.
Das Festhalten an Hundeversuchen widerspricht aber auch klar dem Willen des Souveräns, also des Stimmbürgers, wie jede Umfrage europaweit zeigt.
Hier lesen Sie die Originalfassung auf Englisch.
Hier lesen Sie den Originaltext übersetzt auf Deutsch.
Hier lesen Sie unsere Pressemitteilung.



ALLGEMEINER TEIL ZU TIERVERSUCHEN AN HUNDEN

Wieviele Tierversuche an Hunden gibt es heutzutage noch?

Tierversuche mit Hunden sind weltweit immernoch weit verbreitet und stellen für Versuchstiere eine erhebliche Belastung dar.
Viele Hundehalter sind sich des Ausmaßes dieser Praxis nicht bewusst.

USA
2021 wurden in den USA total 44'847 Hunde in Tierversuchen 'verbraucht'.
2023 waren es 47239 Hunde.
Besonders verstörend: in den USA gibt es einen SCHWEREGRAD E, in dem an Schmerzen, Atemnot oder anderem leidenden leidenden Versuchstieren KEINE LINDERUNG in Form von Medikamenten oder anderem gegeben wird für ihre durch den Versuch ausgelösten Qualen. Im Jahr 2021 betraf dies 360 Hunde, 1621 Affen, 2583 Hasen. 2023 wurden in den USA an 450 Hunden belastende Tierversuche ohne Schmerzlinderung durchgeführt! DIE ZAHL STEIGT und sinkt nicht etwa, trotz 3R-Programmen!
Quelle: USDA, Animal and Plant Health Inspection Service, U.S. Departement of Agriculture

EU
Wenn man alle Schweregrade berücksichtigt, waren es im Jahr 2022 
Europa: 14368 Hunde. Besonders besorgniserregend ist die Anzahl von 3.745 Hunden, die in der EU Experimenten mit Schweregrad 2 und 3 ausgesetzt waren, was mittlere bis schwere Belastungen bedeutet. (Quelle: Alures statistic).
Frankreich führte mit 4.147 verwendeten Hunden.
Spanien setzte 703 Hunde ein.
Deutschland waren es 2873 in allen Belastungsklassen, 217 Hunde in belastenden Versuchen.
Großbritannien: Im Jahr 2023 waren es 2.456 Hunde in 3.749 wissenschaftlichen Verfahren, wobei 734 Verfahren als mittelschwer oder schwerwiegend eingestuft wurden.

CANADA
2023 wurden 16151 Hunde (von denen wir wissen) in Forschung und Testing eingesetzt, ein Anstieg von 55% gegenüber dem Vorjahr.

WELTWEIT
werden generell PRO JAHR etwa 200'000 Hunde in Tierversuchen benutzt (Quelle: Cruelty Free international).

SCHWEIZ
Die Schweiz hat ihre Hundeversuche 2016 ausgelagert!!
2014 gab es noch 325 mittelschwer bis schwer belastende Versuche.
2015 gab es 264 im Jahr.
2017, 2018, 2019, 2021 Null und 5 im Jahr 2022.
Was im ersten Moment extrem erfreulich tönt, muss leider sogleich relativiert werden: Es ist nicht so, dass die Hundeversuche nicht mehr gemacht werden, sondern dass die Hundeversuche ins Ausland verlagert wurden, wo es gegen Hundeversuche weniger Proteste gibt. Dies wurde uns von einer Pharma-Sprecherin bestätigt. Ein Beispiel sind die oben genannten Hundeversuche von Inthera: Firmensitz in der Schweiz und Hundeversuche bei LPT in Deutschland.

Können uns die Hundeversuche jetzt gleichgültig sein, nachdem sie ins Ausland ausgelagert wurden?
Natürlich nicht! Sie werden auswärts für unsere Firmen durchgeführt!

Dies unterstreicht mehrere Aussagen:
1. Tierversuche an Hunden sind in der Schweiz gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert  (sonst wären sie nicht ausgelagert worden)
2. Tierschutz darf nicht an der Landesgrenze halt machen. Unsere Firmen arbeiten international und führen ihre Tierversuche ebenfalls international durch. Auch die gesetzlichen Regelwerke relten intermnational.

FAZIT: Wir müssen die Versuchstiere international schützen

Aus diesem Grunde sind wir Anfang 2024 der Eurogroup for Animals beigetreten, die auf Europaebene in Brüssel sich für die Versuchstiere einsetzt.
Im November 2024 traten wir auch der European Coalition to End Animal Experiments ECEAE bei.



Wozu werden die Hunde verwendet?

In der EU und Norwegen wurden 14368 Hunde im Jahr 2022 zu folgendem Zweck 'gebraucht':

Zweck
Anzahl alle Schweregrade
davon mittelschwer bis schwer belastend
Grundlagenforschung
1304
161
Translationale und Angewandte Forschung
4933
809
Routineproduktion
891
22
Regulatory use ( Toxikologie, Pharmakologie, Qualitätskontrolle)
6170
2707
andere
1070
46
Total
14368
3745


Fazit:
- Alleine in Europa wurden in einem einzigen Jahr an 3745 Hunden stark belastende (=quälende) Versuche durchgeführt.
- Um Hunde aus den Tierversuchen herauszubekommen, muss man an sehr vielen Orten ansetzen.



Warum ist der Hund ein so viel benutztes Versuchstier?

Was man den Hunden alles angetan hat, ist vollständig unerträglich. Sie finden Beispiele auf unserer Seite ‘Geschichte’ und in vielen Quellen; hier möchten wir Ihnen diese ersparen.
Der Hund gilt als das ideale Versuchstier, da man mit der Grösse des Tieres und seiner Organe gut 'arbeiten' kann, also neue Operationen üben, Implantate testen etc...
Nach jahrzehntelangem Gebrauch hat er sich zu einem der 'Standardtiere' entwickelt um Pestizide, andere Giftstoffe und Medikamente zu testen.
Der klassische Versuchshund ist der Beagle, da er gutmütig, klein und handlich ist. Es werden aber auch Golden Retriever und andere Rassen verwendet. Bevorzugt werden weibliche Tiere, da sie sich weniger wehren.
Noch heute sind leider viele Hundeversuche gesetzlich vorgeschrieben. Im Rahmen der präklinischen Sicherheitsbewertung neuer Wirkstoffe schreiben internationale Richtlinien (z. B. ICH M3(R2), ICH S4, OECD-Guidelines) diese vor, weiter Zulassungsbehörden wie EMA, FDA, PMDA (Japan). Hierzu gibt es Standardprotokolle wie OECD-TG 409, 452, 453 oder 474.

Two-species-paradigma
Regulierungsbehörden, einschließlich der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), verlangen in der Regel Toxizitätsbewertungen in zwei Säugetierarten: einem Nagetier (z. B. Ratte) und einem Nicht-Nagetier.
Im Jahr 1965 stellte die mächtige amerikanische ‚Food an Drug Administration‘ FDA dieses ‚two-species-paradigma‘ auf. Diese Regelung wurde von vielen Organisationen wie der OECD übernommen und ist somit heute weltweiter, gesetzlich verankerter Standard.
Der Hund ist die am häufigsten gewählte Nicht-Nagetierart


Häufig durchgeführte Tierversuche an Hunden

Hundeversuche für Toxikologie und Pharmakologie
'Subchronische und Chronische Toxizitätsstudien': Den Hunden wird über 28 bis 180 Tage ein Stoff gespritzt oder zu fressen gegeben.
Da der Hund diese Stoffe meist nicht freiwillig frisst, wird ihm hierzu meist täglich bei sich wehrenden Hund ein Rohr in den Hals geschoben und die Substanz hierüber verabreicht. Während dieser Zeit wird dem Hund regelmässig Blut abgenommen um die Wirkung der Substanz auf Leber, Niere etc beobachten zu können. Am Ende des Versuchs wird der Hund meist eingeschläfert um seine Organe auch zB unter dem Mikroskop untersuchen zu können.
Beispiel: OECD Testleitlinie OECD TG 409, 90 Tage orale Toxizität bei Nicht-Nagern: internationaler Gold-Standard für subchronische Toxizitätsprüfung bei Nicht-Nager: Mindestens 8 Beagle, 4 männliche plus 4 weibliche, pro Dosisgruppe über 90 Tage, 3 Dosisgruppen plus Kontrolle werden getestet und erhalten täglich die Testsubstanz. Also mindestens 32 Beagle.
'Sicherheitspharmakologische Untersuchungen': Hier wird die Wirkung einer Substanz oder meist eines Medikaments auf Herz, Lunge, Niere untersucht. Zur Beurteilung der Wirkung auf das Herz werden oft Sensoren implantiert zur Überwachung von Herzrhythmus, Herzfrequenz, zur invasiven Ueberwachung des Blutdrucks etc.. Manchmal werden die Tiere auch immobilisiert in einer Jacke, welche mit Sensoren ausgestattet ist. Auch hier erfolgen wieder zahlreichen Blutentnahmen.
'Pharmakokinetische Studien': Hier wird die Verteilung eines Medikaments im Körper sowie die Ausscheidung kontrolliert. Dafür muss wieder regelmässig Blut genommen werden.
'Reproduktionstoxikologische Tests': Hier wird die Wirkung auf die Nachkommen der Hunde untersucht. Die Versuchsreihe erstreckt sich also über mindestens 2 Generationen.
'Inhalationsstudien': Zur Testung von zu inhalierenden Medikiamenten oder eingeatmeten Giften muss der Hund diese inhalieren.
Dies tut er natürlich nicht freiwillig. Die Welpen werden zuerst daran gewöhnt, eine Maske zu tragen. Tönt harmlos. Wenn man gesehen hat, wie die Welpen verzweifelt versuchen, diese Maske wieder abzuschütteln, erkennt man, dass schon dieser Schritt stark belastend ist.
Später wird die echte Substanz mit einer Maske inhaliert. Früher mit Zwang. Gemäss heutigen Bildern der Industrie liegen und 'schlafen' die Hunde hierbei teils. Dies kann man sich nur so erklären, dass die Hunde massiv sediert werden für die Inhalation.
Auch hier bleibt es in der Regel nicht beim inhalieren. Begleitend finden wieder Blutuntersuchungen statt und am Ende wird der Hund eingeschläfert, damit man die Gewebe von Lunge, Herz, Niere, Leber etc genauer untersuchen kann.


Hundeversuche zur Entwicklung von Pestiziden (besonders häufig)

Bei der Entwicklung von Pestiziden, welche für die Landwirtschaft weltweit wichtig sind, sind Hundeversuche vorgeschrieben, und zwar der 90-Tage-Toxizitätstest für subchronische Toxizität. Die EPA (Environmental Protection Agency) verlangt als 'Standard-Testbatterie' für jede einzelne Substanz die Testung an 32-40 Hunden. Zuvor erfolgt noch eine Dosisfindungsstudie, womit die Zahl der Hunde pro Wirkstoff auf 60 steigen kann.
Glücklicherweise wurde schon vor einigen Jahren zumindest der Langzeittest über 1 Jahr aufgegeben.
In den USA wurden 2023 total 42300 Hundeversuche gemeldet, davon 2000-5000 für die Pestizidtestung.
Das Leiden, das Hunde für die Testung dieser Gifte erdulden mussten und müssen, ist enorm.
Es laufen Bemühungen, diese Pestizid-Hundeversuche durch tierfreie Technologien zu ersetzen, bis jetzt sind es aber noch Hundeversuche!!
Den Stand dieser Verhandlungen Februar 2023 können Sie hier nachlesen.

Der erfahrene Toxikologe Dr. Jürg Zarn, Experte des Bundes und der UNO für Pflanzenschutzmittel, stellt in einem aufsehenerregenden Interview im Tages-Anzeiger vom 12.1.2026 die Zuverlässigkeit von Tierversuchen bei der Testung von Pflanzenschutzmitteln infrage.
Die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln kann mit den heutigen Methoden gemäss seiner langjährigen Erfahrung nicht als gegeben betrachtet werden.
Hierfür nennt er verschiedene Gründe:
- Fehlende Transparenz der Chemiefirmen. Zur Verfügung gestellt werden nur Auswertungen und keine Rohdaten, anhand derer man sich selbst ein Bild machen könnte.
- Diese fehlende Transparenz behindert auch die Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden.
- Geprüft wird ausschliesslich mit Tierversuchen, und im Gegensatz zu Arzneimitteln erfolgt auch später keine Beobachtung am Menschen.
- Da die Prüfsubstanzen bereits bei eng verwandten Tierstämmen variable Resultate liefern, ist eine Übertragung der Resultate auf den Menschen erst recht unzulässig.
- Die Firmen sind aufgrund der hohen Entwicklungskosten von 200 bis 300 Mio. Franken pro Substanz massiv an deren Vermarktung interessiert.
- Umgekehrt lassen sich spätere Nebenwirkungen auf Mensch oder Umwelt nur schwer auf die Substanz zurückführen, und dies oft erst nach Jahrzehnten.
- Eine Änderung der Situation sei erst zu erwarten, wenn Gesellschaft und Politik Transparenz einfordern.


Wie gut sind Tierversuche zur Erkennung von Nebenwirkungen?

Hier etwas Statistik zur Erkennungsrate von Nebenwirkungen durch Tierversuche mit Nagern, Hunden, Affen:
- 43% der Nebenwirkungen können vorausgesagt werden, wenn man alleine an Ratten testet.
- 63% der Nebenwirkungen werden erkannt beim Test allein an der ‚second species‘, also meist Hunden oder Affen.
- 71% der Nebenwirkungen werden erfasst mit dieser Kombination von Tests an Nagern und der ‚second species‘, also meist dem Hund.
- 29% der Nebenwirkungen bleiben somit auch im kombinierten Tierversuch unentdeckt.
(ALTEX Nov. 2011, und: Broadhead et al., 2000, Prospects for reducing and refining the use of dogs in the regulatory toxicity testing of pharmaceuticals, Hum Exp Toxicol 2000 19: 440)
Eine Studie von Jarrod Bailey zeigte gar, dass Hundeversuche zur Voraussage von Medikamentennebenwirkungen beim Menschen schlicht keinerlei Voraussagekraft hatten (An Analysis of the Usoe of Dogs in Predicting Human Toxicology and Drug Safety, Alternatives to Laboratory Animals, Vol. 41, Issue 5).
Viele und schwer belastende Tests mit Hunden werden wie erwähnt im Bereich der Giftigkeitstestung von Pestiziden durchgeführt. Der Nutzen dieser Tests ist aber massiv dadurch reduziert, dass die Firmen die Resultate ihrer Tests nicht publizieren müssen. Hierdurch entsteht die Gefahr, dass Tests unnötig von anderen Firmen wiederholt werden und das Risiko für den Endanwender, dass er von unerwünschten Resultaten nie was erfährt (siehe wieder ‚Studienregister‘). 


"Hundeversuche sind der Goldstandard"

Der 'Goldstandard' weist methodisch erhebliche Mängel auf (Resultate individuell sehr unterschiedlich von Tier zu Tier, stark abhängig von Haltungsbedingungen etc.). Der Goldstandard ist nicht Gold, er ist stark fehlerbehaftet.
In Forschungskontexten, in denen die menschliche Gesundheit das primäre Ziel darstellt, ist es offensichtlich, dass der Mensch selbst den geeigneten Referenzpunkt für die Entwicklung neuer Technologien darstellt – Technologien, die sich kontinuierlich weiterentwickeln können, im Gegensatz zu tierexperimentellen Modellen wie dem Hund.
Dementsprechen setzt sich immer mehr der Trend zu 'humanbasierter Forschung' mit menschlichen Zellen durch, in vitro, in organs-on-a-chip, in Organoiden.


Hundeversuche als Grundlagenforschung

Hunde werden leider auch heute noch in vielen Gebieten zur Grundlagenforschung eingesetzt, also zum allgemeinen Wissensgewinn, ohne konkret absehbaren Nutzen.
In der Vergangenheit wurden tatsächlich wissenschaftliche Erfolge erzeilt durch Hundeversuche. ABER: damals hatten wir nicht die heutigen Möglichkeiten, oder wie es die Forscherin und Biochemikerin Dr. Charu Chandrasekera aus Canada formuliert: "Yes, the discovery of insulin—one of medicine's most celebrated breakthroughs—was first achieved using dogs. But that was 1921. Over a century ago! If we were to redisccover insulin today, we could do it without dogs—and without animals at all. My students can show you how."


Hundeversuche für Hunde 

Wie schon weiter oben erwähnt: Es gibt die Behauptung, ohne Hundeversuche könne man auch für Hunde keine medizinischen Fortschritte machen.
Diagnostische und therapeutische Maßnahmen an erkrankten Tieren sind vertretbar – ohne Rückgriff auf invasive Tests an gesunden Tieren! Wenn das Ziel darin besteht, Krankheiten bei Hunden zu erforschen und zu behandeln, stellen ethisch genehmigte, methodisch fundierte klinische Studien mit erkrankten Tieren in der Veterinärmedizin den zielführenden Weg dar.
Auch bei Ernährungsstudien für nierenkranke Hunde etc sind Hundeversuche an gesunden Tieren nicht vertretbar, klinische Behandlungsversuche am erkrankten Tier aber schon.
Zu berücksichtigen ist auch, dass kein Hund sich selbst für das Wohl eines anderes Hundes freiwillig opfern würde.
Er kann einem Versuch an ihm auch nicht zustimmen (informed consent).
Behauptet wird auch, dass man ohne Tierversuche keine Tierärzte ausbilden könne. Wie kann man dann Humanmediziner ausbilden ohne Versuche am Menschen..? Auch dies ist ein unhaltbares Argument für Hundeversuche

.

Hundeversuche für Menschen als Krankheitsmodelle

Die Hoffnung, dass Menschen durch die Verwendung von Hundemodellen menschlicher Erkrankungen indirekt geholfen werden könne, ist ein
unpräziser, wissenschaftlich mangelhafter und ethisch fragwürdiger Ansatz zur Erforschung und Behandlung von Hundekrankheiten.
Ein Beispiel hierfür sind die zahllosen Tierversuche an Hunden zur Erforschung von Herzkrankheiten. Welpen werden Herzkrankgefässe operativ abgeschnürt, damit sie einen Herzinfarkt erleiden. Dies ergibt dann das 'Hundemodell eines Herzinfarkts', an dem weitergeforscht wird. Dies obwohl es sich nicht nur um Hunde statt Menschen handelt, sondern um Welpen mit gesunden Herzgefässen, währenddem Menschen mit Herzinfarkten, alte, arteriosklerotisch veränderte Herzgefässe aufweisen. Dass man heutzutage direkt am Menschen mit MRI, nuklearmedizinischen Methoden und Markern hochpräzise Diagnostik und Forschung viel sinnvoller machen kann, macht das 'Hundemodell Herzinfarkt' definitiv inakzeptabel. Ein konkretes Beispiel finden Sie in den Hundeversuchen in Kanada, die bei Bekanntwerden sofort gestoppt wurden, siehe unseren Newsbeitrag vom 13.8.2025 und die Originalpublikation der Investigativjournalisten.


Forschungsstillstand ohne Hundeversuche??

Das Argument, die Forschung würde stillstehen ohne Hundeversuche, ist überholt und wird durch die vielfache Wiederholung durch tierversuchsorientierte Forscher nicht wahrer. Forschung ohne Hunde steht nicht still, sie benutzt nur modernere Methoden wie NAMs (Non animal methods, zB Organ on a Chip etc.) und für Forschung für Menschen humanbasierte Ansätze mit menshlichen Zellen und Geweben. Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Publikation zusammen mit Pandora Pound und anderen für die ECEAE auf englisch und deutsch.
Moderne Technologien wie Organ-on-a-Chip-Systeme und Künstliche Intelligenz, kombiniert mit Omics-Technologien und systembiologischen Ansätzen, erweisen sich bereits heute als produktiver, effizienter und zugleich tierfreundlicher.
Forschung mit diesen modernen Methoden ist sicherer: keine Effekte beim Menschen, die beim Tier nicht zu sehen waren, aber auch keine verpassten Medikamente, die beim Tier Nebenwirkungen hatten, welche aber nicht beim Menschen aufgetreten wären.
So würden auch nicht mehr 95% der in Tierversuchen erfolgreichen Medikamente bei der Testung am Menschen 'durchfallen'.
Hunde unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht vom Menschen, sowohl auf genetischer, anatomischer als auch physiologischer Ebene –
von den augenfälligen Unterschieden bis hin zu mikrobiologischen Details.
Die bloße Nutzung von Hunden stellt keinen Beweis für den wissenschaftlichen Nutzen dar.


Haltungsbedingungen und Aufsicht 

Tierversuchsanhänger behaupten, die Hunde werden immer und überall perfekt gehalten und beaufsichtigt: hier zeigt leider jede Undercover-Recherche aufs Neue, dass dem leider nicht so ist!
- Die Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens berichtete beispielsweise am 15.10.2019 über die Tierversuche an Hunden für die Schweizer Firma Inthera, den TV-Beitrag sehen Sie hier. Eine verdeckte Recherche im Jahr 2019 in der deutschen Versuchseinrichtung LPT zeigte unerträgliche Bilder von Beagles, die nach Tests für das Schweizer Unternehmen Inthera in ihrem eigenen Blut und Kot lagen. Trotz offensichtlichen Leidens wurde keine tierärztliche Betreuung gewährt. Die Tiere wurden weder erlöst noch versorgt, sondern dem langsamen Sterben überlassen. Dies stellt einen klaren Verstoß gegen alle anerkannten Richtlinien für Tierversuche dar. Die Bilder gingen durch ganz Europa.
- 2011 brachten wir Hundeversuche am Tierspital Zürich in die Medien. Hunde wurden mit Parasiten künstlich infiziert, studiert und letztlich getötet, obwohl man die Erkrankung durchaus auch an natürlich erkrankten ‚Patienten‘ hätte studieren können. Unsere Beurteilung finden Sie hier.
- 2021 forderte die italienische Tierschutzorganisation LAV die zuständigen Behörden auf, das Tierversuchsunternehmen Aptuit in Verona zu überprüfen, das im Auftrag von Pharmakonzernen Tierversuche durchführt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Inspektion durch die Polizei an. Dabei wurde festgestellt, dass nicht einmal die Mindeststandards für Tierhaltung eingehalten wurden. Hunde litten unter schwerwiegenden körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, wurden in fensterlosen, gefliesten Räumen gehalten. 51 Tiere, darunter Beagles, Makaken und alle dort gehaltenen Krallenaffen, wurden beschlagnahmt.
- 2015 verurteilte ein Gericht in Brescia (Italien) leitende Mitarbeitende der Beagle-Zuchtanlage Green Hill in Montichiari wegen Tierquälerei und illegaler Tiertötung. Die Geschäftsführerin erhielt 1 Jahr und 6 Monate Haft, der Direktor 1 Jahr (inkl. Geldstrafe), der Tierarzt ebenfalls 1 Jahr und 6 Monate. Alle drei erhielten ein zweijähriges Berufsverbot. Fast 3.000 Beagles wurden konfisziert. Green Hill war eine Tochter der Firma Marshall, die weltweit Beagles für Forschungszwecke züchtet. Zwischen 2008 und 2012 starben dort 6.023 Hunde.
- 2022 führte die Humane Society of the United States (HSUS) eine verdeckte Recherche bei Inotiv (Mutterkonzern von Envigo) durch, einer der größten Tierversuchseinrichtungen in den USA. Es wurden massive Verstöße gegen Tierschutzstandards festgestellt: fehlendes Futter und Wasser, grausame Euthanasiepraktiken, mangelhafte medizinische Versorgung, rücksichtslose Behandlung und verhungernde Muttertiere. 445 Hunde und Welpen wurden gerichtlich beschlagnahmt, 4.000 Beagles aus der Zucht entfernt und vermittelt. Inotiv erhielt eine Rekordstrafe von 35 Millionen US-Dollar
- 2024 Ridglan Farms (USA): Ridglan Farms, eine kommerzielle Beagle-Zucht in Wisconsin, wurde wiederholt wegen tierschutzrechtlicher Verstöße kritisiert. Tierschutzorganisationen dokumentierten unhygienische Bedingungen, unbehandelte Krankheiten und routinemäßige Devokalisation (chirurgische Entfernung der Stimmbänder zur Geräuschreduktion). In mehreren Fällen erfolgten die Eingriffe ohne adäquate Anästhesie. Auch Augenoperationen zur Entfernung von Nickhautdrüsen (Cherry Eye) wurden ohne Schmerzausschaltung dokumentiert. Der Fall löste öffentliche Empörung und politische Untersuchungen aus.
Im Oktober 2025 schloss Ridglan mit dem Staat eine Vereinbarung ab, dass die Hundezucht per 1.7.2026 eingestellt wird, dass dafür aber die Firma nicht verklagt wird wegen den Verstössen gegen das Tierschutzgesetz. Ridglan hielt etwa 2500 Hunde. So erfreulich es ist, dass Hunde freigelassen (und vermittelt) werden - so beschämed ist es, dass die Tierquälereien nicht juristisch aufgearbeitet und die Verantwortlichen bestraft werden.
Somit verbleibt in den USA nach der Schliessung von Envigo und Ridglan noch der grösste Züchter für Versuchshunde, Marshall Farms, New York. Marshall hält etwa 16'000 Hunde.
- August 2025: Investigativjournalisten sind Hinweisen von Whistleblowern nachgegangen, wonach im Krankenhaus St. Joseph’s Health Care, London, Ontario, Canada, während vielen Jahren unzählige Hundeversuche in aller Heimlichkeit gemacht wurden. Der Bericht weist nach, dass während Jahrzehnten Hunderte Hunde jeweils nachts und von der Öffentlichkeit abgeschirmt in den. 6. Stock des Krankenhauses gebracht wurden.
Den Welpen und Junghunden wurde dann mittels Abbinden eines Herzkranzgefässes ein Herzinfarkt ausgelöst, um danach mit Techniken wie MRI etc die Auswirkung auf das Herzgewebe zu erforschen.
Für die aktuell von den Investigativ-Journalisten beurteilten Projekte wurden seit 2020 insgesamt 225 Hunde bewilligt!
Dies kostete den kanadischen Steuerzahler 500'000 Kanadische Dollar.
Der Abteilungsleiter Frank Prato führt Hundeversuche bereits seit den 80er Jahren durch. Man muss also davon ausgehen, dass Millionen von Dollars und Tausende Hunde alleine in diesem Institut 'ver(sch)wendet' wurden.
Aus ärztlicher Sicht sind diese Versuche völlig unhaltbar, da heute all die Fragen um die Auswirkungen von Herzinfarkten bereits beim Menschen mit MRIs, nuklearmedizinischen Methoden und Markern äussert detailliert dargestellt und untersucht werden, bis hin zum Metabolismus. Erst recht völlig unverständlich ist dann, dass man nicht nur beim Hund statt beim Patienten untersucht, sondern auch an Welpen Gefässbette untersuchen will, die in keiner Art und Weise den arteriosklerotischen Gefässbetten von älteren Patienten entsprechen. Die Versuche sind also nicht zu rechtfertigen.
Nach einem Sturm der Entrüstung in der Bevölkerung hat der Premier Doug Ford die Hundeversuche komplett gestoppt. Er zeigte sich empört über die Tierversuche. Er war so erbost, dass er eine Fahndung nach weiteren Hundelabors ankündigte, hier nachzulesen:
“A message if you are doing this with dogs or cats, I am going to catch you”.
Ford kündigte ausserdem an, ein Gesetz zu erlassen, das die Nutzung von Hunden und Katzen für medizinische Tests verbietet.

Wie nicht anders zu erwarten, kam es in der Folge zu einem Aufschrei in der Tierversuchslobby, unter anderem mit der Forderung, dass der Entscheid, ob ein Tierversuch durchgeführt wird, lediglich anhand von wissenschaftlichen Kriterien erfolgen dürfe.
Das war jedoch noch nie der Fall! Tierversuche sind kein Recht der Forschenden, sondern ein ausnahmsweise von der Gesellschaft über die geltenden Tierschutzgesetze gewährtes und meist mit Steuergeldern finanziertes Privileg!
Im Verlauf der Zeit haben sich die Anhänger von Tierversuchen ein System installiert, das massiv zu ihren Gunsten funktioniert. Ethikkommittees und Tierversuchskommissionen bewilligen in den meisten Ländern, auch in der Schweiz, 99% der Tierversuchsanträge!.
Bei diesen unglaubwürdig hohen Zahlen würde man erwarten, dass die Kommissionen uns gut nachvollziehbare Begründungen für ihre Entscheide liefern - aber weit gefehlt, von den Tierveruchskommissionen erhält man KEINE Unterlagen, auch nicht basierend auf dem Oeffentlichkeitsprinzip. Jede Transparenz fehlt. Auch Bilder von Versuchstieren, die während einem bestimmten Versuch leiden, werden Sie nie zu Gesicht bekommen, ausser diese werden illegal von Whistleblowern beschafft.
Forscher wundern sich nun, warum Bevölkerung und Politik ihnen nicht mehr glauben, wenn sie behaupten, dass all diese Versuche unverzichtbar sind.
Diese Interventionen von Politik und Bevölkerung sind die Folge eines Bewilligungsverfahrens bei Tierversuchen, das grundlegend fehlerhaft ist.

Die obigen Beispiele von durch Whistleblower bekannt gewordenen Missständen in Tierversuchslabors sind nur einige wenige Beispiele, es gibt viele!

Tierversuchsanhänger tun solche Meldungen als unbedeutende Einzelfälle ab.
Tatsächlich finden sich seit Jahrzehnten immer die gleichen Bilder

Können wir davon ausgehen, dass sich in den nächsten Jahren die Zustände in den Tierversuchslabors ändern werden?
Nein! Es ist nicht zu erwarten, dass sich dies ändert! 

Es liegt in der Natur des Systems: Hunde fressen nicht freiwillig Gift und Medikamente. Sie müssen ihnen über eine Magensonde eingetrichtert werden. Der Hund reagiert mit Winseln und wehrt sich. Der Tierpfleger wird verärgert, ist unter Zeitdruck, und schlussendlich erhalten wir zwangsläufig immer wieder Bilder von misshandelten Hunden.


Weltweit findet eine Abkehr vom Tierversuch und Übergang zu tierfreien Methoden statt (NAMs)

Hier einige Beispiele:
- 2019 beschlossen die Environmental Protection Agency EPA aus Tierversuchen auszusteigen und auf NAMs umzusteigen.
- 2021 beschloss das Europaparlament mit 667:4 Stimmen (97%) die Europäische Kommission aufzufordern, einen Aktionsplan zu etablieren zur Eliminierung von Tierversuchen.
- 2022 erliess der amerikanische Präsident Joe Biden ein Gesetz, mit dem tierversuchsfreie Verfahren bei der Zulassung von Medikamenten anerkannt wurden.
- am 25.7.2023 gab die EU-Kommission bekannt, dass sie der Ansicht sei, dass alle Tierversuche für regulatorische Zwecke auslaufen sollen. Die Kommission beschloss den sofortigen Start einer Roadmap zu diesem Zweck.
- am 11.12.2023 fand der erste, am 25.10.2024 der zweite Workshop der Europäischen Kommission in Brüssel statt mit dem Titel «The Roadmap Towards Phasing Out Animal Testing for Chemical Safety Assessments».
- am 9.9.2024 teilte das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL in einer Presseerklärung mit, dass es Tierversuche durch Alternativmethoden nachhaltig reduzieren will.

Durchbruch der tierversuchsfreien, humanbasierten Forschung im April 2025 in den USA

Am 10.4.2025 stellte der FDA (Food an Drug Administration) - Kommissar Martin A. Makary eine Roadmap vor, die vorsieht, Tierversuche in der präklinischen Sicherheitsbewertung rasch zu reduzieren. Es gibt hierzu eine Presseerklärung und die eigentliche Roadmap. Die Tragweite dieser Roadmap und das Tempo sind wirklich beeindruckend:
- Die FDA selbst erklärt, in einem 'groundbraking step' das öffentliche Gesundheitswesen zu stärken (!) durch den Ersatz von Tierversuche mit 'more effective, human relevant methods' bei der Entwicklung von Medikamenten.
- Weiter: "The new approach is designed to improve drug safety and accelerate the evaluation process, while reducing animal experimentation, lowering research and development (R&D) costsand ultimately, drug prices."
“In the long-term (3-5 years), FDA will aim to make animal studies the exception rather than the norm for preclinical safety/toxicity testing"
"FDA requirements can shift to a NAM-based default"
- "Ultimately, the vision is that no conventional animal testing will be required for mAb safety, and eventually all drugs/therapeutics"
- "A comprehensive integrated NAM toolbox (human cell models + computational models) will be the new standard.”
- “For too long, drug manufacturers have performed additional animal testing of drugs that have data in broad human use internationally."
- “For patients, it means a more efficient pipeline for novel treatments. It also means an added margin of safetysince human-based test systems may better predict real-world outcomes(!). For animal welfare, it represents a major step toward ending the use of laboratory animals in drug testingThousands of animals, including dogs and primates, could eventually be spared each year as these new methods take root.”
- "Implementation of the regimen will begin immediately for investigational new drug (IND) applications, where inclusion of NAMs data is encouraged"

Ebenfalls am 10.4.2025 gab die Environmental Protection Agency EPA der USA bekannt, dass sie aus Tierversuchen vollständig aussteigen will bis 2035. Das Ziel wurde vor einigen Monaten vorübergehend ausgesetzt, nun am 10.4.2025 aber wieder aufgenommen.

Am 29.4.2025 gab das NIH (National Institute of Health) die Gründung von ORIVA bekannt (Office of Research Innovation, Validation, and Application), 'a new initiative to expand innovative, human-based science while reducing animal use in research'. Auch hier einige Aussagen im Originalton der Ankündigung:
- “For decades, our biomedical research system has relied heavily on animal models. With this initiative, NIH is ushering in a new era of innovation,” said NIH Director Dr. Jay Bhattacharya. “By integrating advances in data science and technology with our growing understanding of human biology, we can fundamentally reimagine the way research is conducted."
- "This human-based approach will accelerate innovation, improve healthcare outcomes" (!)
- "While humans and animals may share genes, some studies have shown there could be functional differences between organ and body systems that may result in some translational limitations"...
- "New and emerging technologies have begun to allow researchers to study health and disease using human information, making them an alternative avenue to yield replicable, translatable, and efficient results either alone or in combination with animal models"
- "ORIVA will expand funding and training in non-animal approaches"
- "Infrastructure for non-animal approaches will also be expanded"

Am 3. Juni 2025 gab die amerikanische NAVY bekannt, dass sie alle Versuche mit Hunden und Katzen beenden werde. Tiere werden in den USA oft zum Test von neuen Waffensystemen eingesetzt.

Am 10. Juli 2025 gab das NIH (National Institute of Health) der USA bekannt, dass es zur Beschleunigung des Ausstiegs aus Tierversuchen nur noch Projekte fördern und finanzieren werde, welche tierversuchsfreie Methoden berücksichtigen. Reine Tierversuche werden nicht mehr gefördert. Die Ankündigung im Original finden Sie hier.

So viele Aussagen, die wir seit Jahren machen, denen immer widersprochen wurde und die jetzt 'normal' werden...

Aktienkurs von Tierversuchsfirmen stürzt ab
Wie ernst Tierversuchskonzerne diese Nachricht nehmen erkennen Sie am Aktienkurs! Kurssturz!


Aber die europäischeTierversuchslobby EARA (European Animal Research Assoiation) will an Hundeversuchen festhalten...



Roadmap (Ausstiegsplan) im Auftrag der Europäischen Kommission

In der EU läuft im Auftrag der Europäischen Kommission das breit abgestützte Profekt 'Roadmap toward phasing out animal testing in chemical safety assessment'. Hierbei wird auf höchster Ebene und unter Beteiligung von sämtlichen Beteiligten wie Forschern, Behörden, Tierschutzvertretern, Juristen etc. in allen zahlreichen Details festgelegt, wie der Ausstieg aufgegleist wird.
Einen wesentlichen Anteil daran hat die Eurogroup for Animals, der wir ebenfalls angehören.



Meinungsumfragen: Es gibt europaweit keinen Auftrag der Bevölkerung an Hundeversuchen festzuhalten!

In der Bevölkerung ist in der Schweiz wie auch in Europa der Widerstand gegen Hundeversuche gross, wie folgende Meinungsumfragen zeigten:

In einer repräsentativen Umfrage in der Schweiz 2011 von den Ärztinnen und Ärzte für Tierschutz in der Medizin fanden sich folgende Ergebnisse:
- 70% aller Schweizer wollen keine Tierversuche an Hunden, um vielleicht Krankheiten bei Hunden besser behandeln zu können.
65% aller Schweizer wollen nicht mal Tierversuche an Hunden, um vielleicht Krankheiten des Menschen  besser behandeln zu können.
79%  aller Schweizer wollen keine belastenden Hundeversuche, um die Giftigkeit  von Stoffen wie beispielsweise Pestiziden besser einschätzen zu können.

Die Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) hat 2009 eine repräsentative Umfrage in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Tschechischen Republik und Schweden durchgeführt:
77% in Europa und 79 % der Befragten in Deutschland sind dagegen oder überwiegend dagegen, dass Tierversuche erlaubt sind, die bei Hunden Schmerzen oder Leiden hervorrufen.

2022 ergab die repräsentative Umfrage der Eurogroup for Animals, dass 68% der Bevölkerung finden, dass sich die Schweizer Regierung zum Übergang der Forschung, Sicherheitsprüfung und Lehre ohne den Einsatz von Tieren verpflichten sollte.

Es gibt also keinen Auftrag der Bevölkerung, mit Hundeversuchen weiterzumachen, wie dies die Tierversuchslobby fordert.



Für alle die es gerne etwas einfacher haben: 

hier noch ein Mini-Video (Reel) mit dem Thema Hundeversuche, 'abgespeckt' auf Instagram- und Facebook-Format: